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01.07.2021

Sennheiser MKE 400 mkII Test

Kleines Richtrohrmikrofon für Videoton

Das MKE 400 in der neuen Version im Review

Mit dem MKE 400 mkII bringt Sennheiser ein kleines Richtrohrmikrofon auf den Markt, dessen Vorgänger unter gleicher Bezeichnung bereits 2008 vorgestellt wurde. Mit der immer weiter steigenden Zahl von Videos im Netz – alleine auf Youtube werden jede Minute circa 400 Stunden Material hochgeladen – steigt auch der Bedarf, diese Videos mit besserem Ton auszustatten. Insbesondere „on location“ können die Mikrofone von Kameras und Smartphones oft nicht überzeugen.

Über die Firma Sennheiser muss man wohl nicht viele Worte verlieren. Seit 1947 werden in Wedemark Mikrofone entwickelt, von denen einige heute als Klassiker auf Bühnen und in Studios gelten, wie zum Beispiel das MD 421, das MD 441 oder das MD 21, welches bis in die 1970er Jahre sehr oft als Reportagemikrofon eingesetzt wurde. Heute ist Sennheiser einer der weltweit bekanntesten Hersteller von Mikrofonen und seit den 1960er Jahren auch von Kopfhörern.

Details

Äußerlichkeiten

Wie der Vorgänger ist auch das neue MKE 400 ein sehr kompakt gebautes Richtrohr-Mikrofon. Zur Montage auf dem Blitzschuh spiegelloser Kameras, DSLRs oder Videokameras ist das Sennheiser mit einem verschraubbaren Adapter ausgestattet, in dem zusätzlich auch ein Gewinde zur Montage auf Kamerastativen integriert wurde. Das ist inzwischen keine Besonderheit mehr. Dies aber nach wie vor eine wirklich praktische Lösung. Das eigentliche Richtrohr steckt nun in einem schicken, runden Korb und ist dort schwingungsgedämpft aufgehängt.Geblieben sind die dreistufige Anpassung des Ausgangspegels und das Low-Cut-Filter des Vorgängers. Abgesehen vom Gehäusedesign sind der Korb und der regelbare Kopfhörerausgang wohl die auffälligsten Unterschiede. Der verschraubbare Mikrofonausgang sitzt auf der Stirnseite, unter dem Mikrofonkorb.

Insgesamt macht das Sennheiser MKE 400 einen stabilen und wertigen Eindruck. Dabei bleibt es mit gerade mal 94 Gramm relativ leicht und findet dank seiner handlichen Abmessungen fast immer ein Plätzchen, um mitgenommen zu werden.Betrieben wird das neue MKE 400 mit zwei AAA-Standard-Batterien, gegenüber einer AAA-Batterie im Vorgänger. Damit verdoppelt sich auch die mögliche Betriebszeit auf üppige 100 Stunden. Standardformate ziehe ich exotischen Akkus tatsächlich vor, denn zwei AAA-Batterien bekommt man zur Not überall. Und wer nicht so viel Müll produzieren möchte, kann Akkus im entsprechenden Standardformat verwenden.

Lieferumfang

Begleitet wird das kleine Sennheiser-Richtrohr bei der Auslieferung von einer Transporttasche, einer Kurzanleitung, einem Fell-Windschutz, zwei AAA-Batterien sowie je einem verschraubbaren Kabel zur Verbindung mit Kameras und Smartphones oder Tablets. Das MKE 400 kann also ohne Kauf von teurem Zubehör an so ziemlich allem betrieben werden, was eine 3,5mm-Klinke als Mikrofoneingang besitzt.

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