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30.10.2018

Sennheiser HD 600 Test

Dynamischer High-End-Kopfhörer

Offener Klassiker

Sennheiser ist neben Beyerdynamic und AKG ein weiterer Hersteller des deutschsprachigen Raums, der für verschiedene Kopfhörerlegenden verantwortlich ist. Der Sennheiser HD 600 zählt zu diesen Ikonen und tritt trotz seines anvisierten primären Einsatzzwecks als Hi-Fi-Kopfhörer für Musikkonsumenten immer wieder in Begleitung hochkarätiger Studioprofis in Erscheinung.

Weiterhin ist der immer noch erhältliche Kopfhörer quasi der Urahn des ebenfalls populären Nachfolgers Sennheiser HD 650 sowie des HD 660S, den wir erst kürzlich im Rahmen unseres Testmarathons Referenzkopfhörer für das Studio getestet haben. Ob die neueren Modelle dem „alten“ HD 600 den Rang ablaufen, wollen wir im folgenden Testbericht klären.

Details

Bauweise des Sennheiser HD 600

Sennheisers HD 600 ist ein Kopfhörer in offener Bauweise mit dynamischen Treibern und ohrumschließenden Ohrmuscheln. Das Gewicht beträgt leichte 260 g ohne Kabel, ein Klappmechanismus zu Transportzwecken des Gehäuses ist nicht vorhanden.

Sennheiser HD 600: Verarbeitung

Er sieht schon ein wenig schräg aus mit seinen Kunststoffbauteilen, die an gesprenkelte Küchenarbeitsplatten in Ebay-Kleinanzeigen erinnern, doch – der Herr sei gepriesen – man sieht den HD 600 ja nicht, wenn man ihn trägt! Ansonsten gleicht der HD 600 seinen etwas schickeren Nachfolgern in Gehäuseform und Konstruktion. Die per Gitter abgedeckten Ohrmuscheln des fehlerfrei verarbeiteten Kopfhörers vermitteln sogar einen Hauch von seriöser Eleganz. Er erscheint robust genug, dass beim bestimmungsgemäßen, stationären Gebrauch keine unverhofften Beschädigungen zu erwarten sind.

Mitgelieferte Kabel und Co.

Der Sennheiser HD 600 besitzt ein beidseitig geführtes Kabel von 3 m Länge, das an beiden Ohrmuscheln über eine zweipolige Steckverbindung zum Auswechseln im Bedarfsfall gelöst werden kann. Dem vergoldeten 3,5mm-Klinkenstecker liegt ein ebenfalls vergoldeter Steckadapter bei, der einen angenehm festen Sitz hat, sodass er nicht beim Herausziehen in der Buchse des Kopfhörerausgangs stecken bleibt, wie es bei vergleichbaren Stecklösungen (ohne Verschraubung) häufiger der Fall ist. Neben der Bedienungsanleitung ist die stabile und passgenau gepolsterte Aufbewahrungsbox als Zubehör zu nennen, die aufgrund ihrer Ausmaße zum Transport eher nicht in Frage kommt. Wie es sich für ein profitaugliches Gerät gehört, sind die wesentlichen Bau- und Verschleißteile austauschbar und als Zubehör optional erhältlich.

HD 600: Technik und Kennzahlen

Mit einer hohen Impedanz von 300 Ohm ist das Testgerät Sennheiser HD 600 ein Kopfhörer der alten Schule und folgt nicht dem Trend zu geringen Ohmzahlen, die mittlerweile auch in den Datenblättern vieler audiophiler Kopfhörermodelle zu finden sind. Dennoch ist der Wirkungsgrad dank leistungsfähiger Neodym-Magnete groß genug, sodass der HD 600 auch an mobilen Abspielgeräten eine mir persönlich ausreichende Lautstärke erzeugt. Die weiteren technischen Daten, die am Ende des Testberichts explizit aufgelistet sind, entsprechen professionellen Anforderungen, geben aber kaum Auskunft über die tatsächlichen Wiedergabeeigenschaften des offenen Sennheiser-Kopfhörers, auf die ich im folgenden Praxisteil eingehen werde.

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