Hersteller_Sennheiser
Test
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27.05.2010

Praxis

Der HD 280 Pro wirkt im Vergleich zu den silbernen Kopfhörern von Shure, Pioneer und Denon weniger hochwertig. So ist das Bügelposter nicht so akkurat verklebt, Bügel und Ohrteile wurden aus vergleichsweise billig wirkendem Plastik geformt.

Wie schon beschrieben, drängt sich eher der direkte Vergleich zum Ortofon 02 auf. Am auffälligsten sind die recht großen, ovalen Ohrmuscheln, die weniger flexibel angebracht sind als bei der Konkurrenz. Sie lassen sich kaum nach hinten wegklappen, sondern nach vorne, was mir wenig praktikabel erscheint. DJs, die ein Ohr beim Mixen auch gerne einmal freihaben, macht es der HD 280 Pro daher nicht leicht. Er wirkt sperrig und die nach vorne weggeklappte Ohrschale stört, was an der fehlenden Elastizität liegt - aber natürlich auch an Ihrer Größe. Neben dem Ortofon ist der HD 280 Pro der einzige der Testkandidaten, der ovale Ohrschalen besitzt; sie fallen beim Sennheiser mit 7,8 x 10,5 cm Außenmaß allerdings besonders groß aus. Ersatz-Ohrpolster sind für faire 24,- Euro zu haben.

Klanglich hält sich der HD280 Pro vergleichsweise zurück. Sowohl bei den Höhen als auch im Bassbereich passiert hier hörbar weniger als beispielsweise beim Ortofon. Auch der Pioneer ist deutlich satter im Klang und selbst im Lautstärke-Vergleich zum ebenfalls eher zurückhaltenden Shure ist der Sennheiser HD280 Pro sogar noch leiser.

Durch die sehr großen Ohrabdeckungen hält er allerdings die Außengeräusche besser ab als die genannten Konkurrenten. Der HD 280 Pro hat mir wie kein anderer der hier getesteten Geräte gezeigt, wie subjektiv die Bewertung von Kopfhörern offensichtlich ist - für mich ist er unbequem und klanglich eher enttäuschend. Ein DJ-Kollege von mir, der (wie viele andere, die ich während der Testphase zum Vergleich eingeladen hatte) war sich aber sicher - sein Favorit war der HD 280 Pro - er hat sich danach direkt einen gekauft. Für ihn waren die großen Ohrschalen perfekt (er trägt einen Ohrring) und der Klang ausgewogen – was heißt, ohne besondere Betonung eines Frequenzbereiches.

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