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Test
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10.12.2013

Roland TD-15KV E-Drum Set Test

Mittelklasse E-Schlagzeug inklusive Hardware und Modul

Der Natur ein Stück näher

Rolands E-Drum-Set TD-15KV tritt in die Fußstapfen des erfolgreichen TD-9 und bietet sogar einige Features des aktuellen Schlachtschiffs TD-30. Das preislich in der oberen Mittelklasse angesiedelte Set gibt es in zwei verschiedenen Pad-Konfigurationen, von denen die teurere, erkennbar am Kürzel KV, zum Test vorliegt.

Seit dem allerersten V-Drum-System, dem TD-7 aus den frühen 90er Jahren, hat sich eine Menge getan im Land der elektronischen Drums. Vorbei die Zeiten knochenbrecherischer Hartgummi-Pads und zweizeiliger, nicht grafikfähiger Displays wie aus dem Miniatur-Wunderland. Der anspruchsvolle Trommler von heute will, wenn er die Augen schließt, das Gefühl haben, auf echten Trommeln und Becken zu spielen, klingen soll es natürlich auch so. Mesh-Heads sollen für das richtige Feeling im Handgelenk sorgen - "SuperNatural" heißt Rolands Rezept, mit dem das Klangverhalten einer akustischen Trommel so naturgetreu wie möglich simuliert werden soll. Ob da tatsächlich übernatürliche Kräfte im Spiel sind, soll im folgenden Test geklärt werden.

Details

Die Ausstattungsmerkmale

Das Roland TD-15KV-System besteht im Wesentlichen aus dem Steuerteil TD-15 und insgesamt acht Trigger-Pads. Am MDS-9V-Rack sind zwei zehn Zoll große PDX-100-Pads für Snare und Floor-Tom sowie zwei PD-85-Pads mit acht Zoll Durchmesser für die Rack-Toms befestigt. Jedes dieser mit doppellagigen Mesh-Heads ausgestatteten Pads hat neben der Fellfläche eine weitere Spielzone am Rand, die mit beliebigen Sounds belegt werden kann. Das Bassdrum-Pad KD-9 ist eine eigenständige (also nicht am Rack befestigte) Einheit und verfügt über eine Metallplatte, an der eine herkömmliche Fußmaschine angeschraubt werden kann. Zwei herausschraubbare Metalldornen, wie man sie von herkömmlichen Fußmaschinen kennt, dienen als Anti-Rutsch-Maßnahme. Beim Snarepad gibt es als Besonderheit eine X-Stick-Funktion, bei der der Randbereich, je nach Anschlagstärke, einen Rimclick oder einen Rimshot triggern kann. Für die Beckensounds sind ein CY-12 Crashbecken-Pad mit zwei Zonen und ein CY-13R Dreizonen-Ridebecken-Pad zuständig. Die Hi-Hat ist das VH-11-Modell, das auf einem herkömmlichen Hi-Hat-Stativ, welches nicht mitgeliefert wird, installiert werden kann.

Über ein spezielles Kabel mit Breitbandanschluss werden die Pads mit dem Steuerteil verbunden. Außerdem befinden sich noch ein Stereo-Ausgangspaar, ein regelbarer Kopfhörerausgang, zwei externe Pad-Eingänge, ein MIDI-Out, eine Mix-In-Miniklinkenbuchse sowie zwei USB-Anschlüsse an Bord. Über den Mix-In kann ein externes Audiosignal eingespeist werden, beispielsweise von einem MP3-Player. Die USB-Anschlüsse ermöglichen die Verbindung mit einem Computer zur Übertragung von MIDI- oder Audiodaten sowie die Verwendung eines USB-Sticks zur Datensicherung, Wiedergabe von Audiodateien und dem Speichern und Laden von Drumkits.

Die interne Struktur

Es gibt insgesamt 100 interne Speicherplätze, von denen die Nummern Eins bis 50 mit den Werks-Presets belegt sind. Die Auswahl umfasst neben diversen akustischen Sets natürlich die klassischen Roland Drum-Machines 808 und 909, Percussion-Sets und allerlei Elektro-Klänge. Zur Editierung der wichtigsten Parameter steht ein Quick-Edit-Knopf zur Verfügung, mit dem man sich durch mehrfaches Drücken schnell durch die wichtigsten Ebenen manövrieren kann. Wenn es ans Eingemachte gehen soll, bietet das Hauptmenu weitere Bearbeitungsmöglichkeiten. Für das schnelle Aufzeichnen von Ideen gibt es die Quick-Record-Funktion, bei der man mit einem Tastendruck die Aufnahme starten kann. Und da ein E-Drumkit sich im allgemeinen hervorragend zum Üben im stillen Kämmerlein eignet, ist natürlich auch ein Rhythm Coach mit an Bord.

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