Test
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19.05.2018

Praxis

Hervorragender Klang!

Es ist mir eine Freude, den Praxis-Teil dieses Reviews mit einer guten Botschaft zu beginnen: Beide Boxen – also sowohl der PM-100 als auch der PM-200 – klingen wirklich hervorragend! Kein anderer ausgewiesener E-Drum-Monitor aus unserem Vergleichstest konnte so klar überzeugen wie die beiden neuen Rolands.

Schon beim PM-100 mit seinem kleineren 10-Zoll-Tieftöner kommt man in den Genuss eines druckvollen und definierten Bassfundaments. Das Präsenzband und die Höhen werden ein wenig betont, was allgemein für einen sauber wirkenden Klang sorgt. Wichtig ist aber vor allem, dass diese oberen Bereiche des Spektrums in sich verhältnismäßig rund abgebildet werden und frei von überdeutlichen Resonanzen sind. Dass Roland mit einem fein aufgelösten Klang wirbt, ist also keineswegs unberechtigt.

Das Gleiche gilt auch für den größeren PM-200, der, ganz einfach ausgedrückt, von allem eine Schippe mehr zu bieten hat. Die Lautstärke-Reserven sind schon bei der kleineren Ausbaustufe beeindruckend und beim PM-200 schlichtweg enorm. Einen Proberaum ausreichend zu beschallen, sollte also auch bei lautestem Metal-Gewitter von Gitarren und Bass kein Problem sein. Eine Eigenschaft des PM-200 ist, dass er die höheren Frequenzbereiche im Vergleich zum PM-100 etwas stärker bündelt. Wer sich direkt im Abstrahlbereich des Lautsprechers befindet, der wird den Klang als noch offener und luftiger als beim PM-100 wahrnehmen. Beim Abhören in höheren Lautstärken wird dadurch möglicherweise sogar das Bedürfnis entstehen, die (schönen) Höhen mit der internen Klangregelung etwas zurückzufahren.

Rauschen: Kein Thema!

Zum Thema Eigenrauschen kann ich eine klare Entwarnung aussprechen. Beim PM-200 ließ sich unabhängig von der Lautstärke ein sehr leichtes und praktisch zu vernachlässigendes Brummen wahrnehmen. Der PM-100 blieb dagegen allgemein vorbildlich leise. Besonders zu begrüßen ist zudem, dass Roland diesmal darauf verzichtet hat, dem Drum-Input eine zusätzliche Höhenanhebung zu verpassen. Beim alten PM-10 war dies der Fall, und in der Praxis stellte sich dies als eher kontraproduktiv heraus. Beim PM-100 und PM-200 dagegen klingen Drum- und Line-Input identisch – so soll es sein!

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