Test
7
27.08.2019

Fazit
(4.5 / 5)

Der Rickenbacker 4003 besitzt sicherlich großes Polarisierungs-Potenzial. Die etwas spezielle Handhabung z.B. ist sicherlich nicht jedermanns Sache, aber wer sich darauf einlässt, wird mit tollen Sounds belohnt, die vermutlich kein anderer Bass in dieser Art derart überzeugend bieten kann! Die Flexibilität ist dabei enorm - aggressiv-punchige Rocksounds liefert der 4003 ebenso souverän wie subbassartige Klänge für Reggae-Styles oder experimentelle Richtungen. Und sogar als Slap-Bass macht der Rick eine richtig gute Figur! Etwas schade finde ich, dass der Bass konstruktionsbedingt unter Kopflastigkeit leidet, außerdem kann die Einstreuempfindlichkeit der Singlecoils in bestimmten Umgebungen zum Problem werden. Ein "perfekter" Bass ist der 4003 also nicht, aber dafür bietet er viele besondere Qualitäten, die ihn zu einem unverwechselbaren und durchaus inspirierenden Instrument machen - einem echten Klassiker eben! Ich empfehle jedem Bassisten, der auf der Suche nach einem hochwertigen Viersaiter ist, dem Rickenbacker 4003 eine Chance zu geben.

  • PRO
  • einzigartige Optik
  • tadellose Verarbeitung
  • leichte Bespielbarkeit
  • klanglich sehr flexibel
  • Mono- und Stereoausgang
  • CONTRA
  • leichte Kopflastigkeit
  • Tonabnehmer empfindlich gegen Einstreuungen
  • Technische Spezifikationen:
  • Hersteller: Rickenbacker
  • Modell: 4003 Matte Black
  • Herstellungsland: USA
  • Mensur: 33¼ Zoll (84,5 cm)
  • Korpus: Ahorn, Binding, weißes Pickguard, Matte Black Finish
  • Hals: Ahorn, Palisander-Griffbrett, Binding, Triangle Inlays, 20 Bünde, Matte Black Finish. 17,5 mm Saitenabstand an der Brücke
  • Hardware: Schaller „Deluxe“ Mechaniken, Rickenbacker-Brücke
  • Tonabnhemer: 2 x Singlecoil, Mono- und Stereo-Ausgang
  • Regler/Schalter: 2 x Tone, 2 x Volume, 3-Wege-Wahlschalter
  • Zubehör: Standard Hardshellcase
  • Gewicht: 4,2 kg
  • Preis: 2459,- Euro (Ladenpreis im August 2019)
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