Test
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03.02.2021

Reloop Buddy Test

DJ-Controller

Djay-Galore auf kleinstem Raum

Mit dem DJ-Controller Buddy präsentiert uns Reloop eine sehr kompakte Kommandozentrale mit integriertem Audiointerface für iOS, Android, Mac & PC, die in erster Linie für Algoriddim Djay konzipiert wurde. Dabei ist dies nicht die erste Kooperation zwischen dem Münchner Softwarehaus und dem Münsteraner Hersteller für DJ-Gear, denn die beiden Firmen haben in der Vergangenheit schon öfter die Köpfe zusammengesteckt.

Herausgekommen sind Controller, die mit Windows, Apple- oder Android-Devices kompatibel sind. Zum Beispiel das Reloop Beatpad und Beatpad 2 oder der Reloop Mixtour im Hochkant-Format. Der Buddy hingegen setzt auf das klassische Deck-Mixer-Deck-Layout und ist Gegenstand dieses Testberichts.

Details

Der Karton und sein Inhalt: Im Lieferumfang des Reloop Buddy befinden sich neben dem 325 x 48 x 220 mm schlanken DJ-Controller ein Quickstart Guide, Werbung, ein USB-Kabel und ein Cinch-Kabel. Reloop Buddy ist aus Kunststoff gefertigt und passt aufgrund seiner kompakten Maße und der Tatsache, dass er lediglich knapp 1 kg auf die Waage bringt, quasi in jedes gängige 13-Zoll-Notebook Sleeve oder ähnliches. Sehr transportabel.

Neben den obligatorischen Fader-Trio, Cue-Tasten, EQs und Jogwheels bekommt der digitale DJ acht farbcodierte RGB-Pads für acht Performance-Modi, eine Transport-Sektion mit Sync und Pitch-Fader, Filter (LPF/HPF), eine Effektsektion mit Kippschaltern, Loop-Encoder sowie Navigationselemente für komfortables Navigieren im Musikbestand an die Hand. Klar lässt sich die Bedienung auch über den Touchscreen des iPads erledigen, aber spätestens am iPhone würde es fummelig und beim Laptop wäre ansonsten der Griff zum Touchpad angesagt.

Praktisch auch: die eingebaute Aussparung am hinteren Ende, in der man sein mobiles Endgerät ablegen kann und zwar bis zu einer Größe von zu 12,9 Zoll. Hochkant klappt das bei Apples Devices nicht, da der Kabelanschluss unten verbaut ist und eine 180 Grad Drehung der App Djay in das Portrait-Layout unter iOS nicht akzeptiert wird. Ist aber kein Drama, wie ich finde, da man ohnehin auf das Querformat setzen dürfte 

Djay Pro AI kann im App Store grundsätzlich kostenlos heruntergeladen werden, das Freischalten der Pro-Version kostet im App Store zum Zeitpunkt der Niederschrift dieser Zeilen 6,99 Euro pro Monat bzw. 49,99 Euro im Jahr.

Das Djay-UI bietet euch diverse Ansichten, Tools und FX. Bei den Musikauswahlmöglichkeiten gibt sich das Programm flexibel. So könnt ihr neben dem Datenbestand eurer iOS-Library auch auf Streaming-Dienste wie Tidal, Soundcloud Go+, Beatport Link und Beatsource Link zugreifen, so ihr das jeweilige Abo abgeschlossen habt. Dazu später mehr, nun erstmal zurück zum Controller.

Interface und Anschlüsse

Seitens des Herstellers wurde ein 24 Bit/48kHz Audiointerface verbaut und der Controller ist mit seitlichen Cinch-Ausgängen sowie einem Miniklinke-Kopfhöreranschluss bestückt. In deren Mitte befinden sich drei Regler für die Master-Ausgangslautstärke und den Kopfhörerpegel sowie das Mischungsverhältnis zwischen Vorhör- und Summensignal.

Konkurrenten?

Da gibt es natürlich einige kompakte DJ-Controller für Einsteiger und wenn man am Lightning-iPad mit einem Camera-Connection-Kit-Kabel arbeitet, erweitert dies die Auswahl erneut. Hauptkonkurrenten dürfte neben der Hardware aus Reloops eigenem Haus wohl bei Hercules DJ, Native Instruments und Numark zu finden sein, ebenso in Pioneers DDJ-200, seines Zeichens ausgerüstet mit Bluetooth, jedoch ohne integrierte Soundkarte. Okay, sammeln wir ein paar unterschiedliche Endgeräte aus dem Konglomerat der anwesenden Personen ein und starten den Praxis-Check.

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