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Test
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01.06.2019

Pure Magnetik Snare Designer Test

Freeware Snaredrum Library

Gratis Snare-Drum-Library für Win und Mac

Das Team von Pure Magnetik setzt sich aus Sounddesignern zusammen – und das merkt man vor allem an den Instrumenten, die auf der eigenen Website zum Kauf angeboten werden. Zusätzlich zu den eigenen Inhalten, konzeptioniert der Hersteller Sound-Libraries für diverse große Namen der Branche. Das Firmenmotto lautet: „Wir schaffen nicht nur großartige Inhalte. Wir helfen Dir großartige Inhalte zu schaffen!“.

Ob der kostenlose Snare Designer diesem Motto gerecht wird, erfahrt ihr in unserem Review. 

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Details

Allgemeines

Die Snare-Drum-Library von Pure Magnetik läuft mit Kontakt ab Version 5. Somit könnt ihr sie auf allen DAWs nutzen, die mit Kontakt umgehen können. Auf eurer Festplatte sollte mindestens 200 MB freier Speicher vorhanden sein. Um das Plugin kostenlos zu bekommen, muss man lediglich seine E-Mail-Adresse angeben. Dieses Procedere ist man schon von anderen Anbietern kostenloser Inhalte gewohnt und kostet nur wenige Sekunden.

Bedienoberfläche und Konzept

Der Snare-Designer ist als Kontakt 5 Library aufgebaut. Ab Ableton Live 10 könnt ihr das Plug-in Stand-Alone laden – inklusive Benutzeroberfläche. Für Apple Logic steht die Library als ESX-File zur Verfügung. Über Track-Stacks könnt ihr die Sounds somit auch problemlos ohne Kontakt 5 nutzen.  Die Nutzeroberfläche ist übersichtlich und begrenzt sich auf das Wesentliche. So gibt es Regler für die Mikrofonpositionen „Top“, „Bottom“, „Overhead“, „Room“, „Far“ und „Trash“. Außerdem können „Attack“, „Sustain“ und „Reverb“ separat geregelt werden. Zusätzlich verfügt die Library noch über eine Tune-Funktion.

Klang

Zur Auswahl stehen drei verschiedene Snare-Drums, auf die wir in diesem Absatz eingehen werden. Acrolite basiert auf einer Snare-Drum von Traditionshersteller Ludwig von 1968. Sie eignet sich vor allem für dichte Arrangements, da sie ein weniger ausgeprägtes Fundament hat. Der Anschlag ist stark und am Klang gibt es wenig auszusetzen. „Birch“ von Mapex weiß mit mehr Bauch zu überzeugen und ist wohl eher in rockigeren Gefilden zu Hause. Einen EQ wird man hier trotzdem gut gebrauchen können, da der Nachklang etwas störend wirkt. Zu guter Letzt wird man noch mit der Little Squeater von Pork Pie versorgt. Diese Snare klingt alleine sehr dünn, könnte aber den ein oder anderen Mix nach vorne bringen. Als Layer-Sound eignet sie sich sehr gut. Alleine wird sie wohl in den wenigsten Arrangements bestehen. Außerdem gibt es noch eine Library mit allen drei Snare-Drums zusammen. Die verschiedenen Mikrofonpositionen gehen nahtlos ineinander über und helfen beim Sounddesign. Der integrierte Reverb ist weniger überzeugend und sollte durch eigene Bordmittel ersetzt werden.

Fazit

Mit dem Snare-Designer erhält man eine Sample-Library die erfüllt, was sie verspricht. Dass sie aus nur drei Snare-Drums besteht, ist Fluch und Segen zugleich. Einerseits kann man sich so auf das Wesentliche konzentrieren, andererseits fehlen die Auswahlmöglichkeiten. „Acrolite“ überzeugt, „Birch“ und „Little Squeater“ klingen zwar in Ordnung, eignen sich aber nur bedingt als vollständiger Ersatz einer Snare-Drum. Als Add-On zu bestehenden Drum-Libraries kann man getrost zugreifen. 

Das kostenlose Plug-in findet ihr hier: www.puremagnetik.com/products/free-snare-drum-pack-ableton-live-kontakt-logic 

  • Pro
  • guter Klang
  • auf das Wesentliche reduziert
  • übersichtliche Benutzeroberfläche
  • Contra
  • integrierter Reverb
  • wenige Auswahlmöglichkeiten
  • Features
  • Snare Designer
  • drei verschiedenen Snare-Drums
  • 6 verschiedene Mikrofonpositionen
  • Systemvoraussetzungen: ab Kontakt 5, Ableton Live 10 und Logic 10.4.
  • Preis
  • kostenlos

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