Gitarre Hersteller_PRS
Test
1
27.07.2015

Praxis

Die PRS SE Custom 24-7 ist gut verarbeitet, lediglich die noch etwas rauen Bünde muss man erst ein wenig einspielen, aber dann stellt sich das gewohnt angenehme Spielgefühl ein. Trocken angespielt zeigt die Gitarre ein ausgewogenes Klangbild, genau wie am Amp, über den sie auch ihren warmen Klangcharakter präsentiert. Hier ist das Beispiel mit Cleansound und allen drei Pickup-Kombinationen.

Mit gesplitteten Pickups erhält man eine dünnere Klangvariante, die besonders bei Clean- und Crunch-Sounds punkten kann.

Mir gefällt vor allem ihr natürlicher, warmer Ton, und was die Intonation auf der B-Saite anbetrifft, kann ich eindeutig grünes Licht geben. Bei normalem Saitendruck gibt es keinen Stress im tiefen Bereich trotz der relativ kurzen Mensur. Außerdem ist durch den etwas flacheren Bunddraht auch die Gefahr von Verstimmung durch zu festes Drücken besonders auf der B-Saite nicht ganz so hoch wie bei den Mitstreitern mit hohen Jumbo-Bünden. Beim Strumming mit Cleansound und der Kombination beider Pickups macht sie eine sehr gute Figur, vor allem durch das gut ausbalancierte Klangverhältnis der Saiten.

Jetzt geht es zu den verzerrten Sounds, und bevor es richtig brachial wird, werden wir erst einmal die Klangübertragung und dynamische Ansprache erforschen. Der Marshall Plexi steht mit der entsprechenden Zerreinstellung bereit und hier sollte im besten Fall bei leichtem Fingeranschlag ein fast unverzerrter Sound zu hören sein. Wird härter angeschlagen, dann darf es natürlich auch entsprechend zerren. Genau das passiert auch! Die Pickups reagieren sehr gut auf die Spielnuancen des Gitarristen, spielt man mit den Fingern, ist ein weicherer Ton das Resultat, dabei bügeln die Tonabnehmer nichts platt, sondern übertragen die Ereignisse an den Saiten sehr authentisch. Sehr gut!

Beim nun folgenden Leadsound über den Hals-Pickup gibt es ebenfalls nichts zu meckern. Ein schöner singender Ton mit ausreichend Sustain, der für Soli in allen Stilrichtungen geeignet ist.

Beim nächsten Beispiel war es etwas schwierig, die B-Saite zu bändigen, denn die kommt abgedämpft neben den Powerchords auf der E- und A-Saite zum Einsatz. Wenn kein hartes Noisegate ihr leises „Nachbeben“ eliminiert, wird es in diesem Bereich zum Teil etwas undefiniert. Generell ist der Klang für Heavysounds in allen Facetten auf jeden Fall geeignet. Besonders der Steg-Pickup hat genügend Biss und Durchsetzungskraft in diesen Klanggefilden.

Downtunings sind mit der Gitarre zwar möglich, aber man sollte daran keine zu hohen Erwartungen in Sachen Tracking knüpfen. Besonders bei Mute-Riffs wird es durch die weit schwingende B-Saite etwas undefiniert im Bassbereich. Mit dem Emma PY-1 PisdiYAUwot-Distortion hat sich die PRS SE Custom 24-7 sehr gut vertragen, hier kommt das Single Note Riff recht knackig aus den Speakern.

Zum Abschluss des Tests hört ihr jetzt noch einen kleinen Song, den mein Kollege Bassel El Hallak mit der 7-String aufgenommen hat.

2 / 3
.

Verwandte Artikel

User Kommentare