Test
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21.05.2021

Praxis

Drucksache

Die PreSonus MicroStation BT ist ordentlich verarbeitet und steht mit den 450 Gramm Gewicht sicher auf den vier Gummifüßen. Der Widerstand des Levelreglers dürfte für meinen persönlichen Geschmack etwas höher sein, geht aber in Ordnung. Nicht ganz so gefällt mir die haptische Rückmeldung der Druckknöpfe. Diese könnten durchaus etwas präziser laufen sowie klarer und satter einrasten. Allerdings können vier richtig gute Schalter den Preis eines Budget-Geräts durchaus nach oben treiben. Über den Schaltzustand wird man aber als User immer informiert, denn schließlich werden alle Funktionen per LED indiziert (außer natürlich dem Schiebeschalter auf der Rückseite). Das geschieht blendfrei, was man auch gerade noch so für das illuminierte PreSonus-Logo gelten lassen kann.

Hoch. Na und?

Sicher hat jeder bei einem sehr einfach aufgebauten und preiswerten Gerät noch eine Wunschliste, nicht allen Anforderungen kann ein solches Gerät entsprechen. Ich freue mich immer sehr, wenn es einen Hardware-Mono-Switch gibt. Was manche User stören könnte, wäre die Bauhöhe der MicroStation BT, die so „micro“ nicht ist. Dadurch ist es etwas unangenehm, längere Zeit die Hand stark angewinkelt zu haben oder sie nicht aufzustützen. Wer damit ein Problem hat, ist aber ein wenig selber schuld: Ständig das Level nachregeln ist zumindest beim Mischen keine gute Idee.

Keine Beanstandungen

Die wichtigste Nachricht in einem Test eines Monitor-Controllers: Die Nutzung beeinflusst die Klangqualität nicht wesentlich. Nach der audiphilen Lehre ist jedes Bauteil wie ein Potentiometer zu vermeiden (ja sogar jeder Stecker und jede Lötstelle), aber groß sind die Einflüsse im Regelfall eh nicht. So auch hier: Die MicroStation BT kann guten Gewissens in eine Abhörkette mittlerer Budget- und Qualitätsklasse integriert werden. Die Qualität des Kopfhörerausgangs geht in Ordnung, kann aber bezüglich der Auflösung und des Stereobilds nicht mit hochwertigen Outs oder sogar spezialisierten Stand-Alone-Geräten mithalten. Das ist dementsprechend keine Kritik in Anbetracht der Hauptaufgabe und des Preises der MicroStation, sondern nur eine Einordnungshilfe.

Die Unterschiede im Klang von Analogeingängen zu Bluetooth sind dann bemerkbar, wenn die analogen Eingänge von hochwertigen DA-Wandlern gespeist und auch hochwertig abgehört werden. Im typischen Umfeld des Controllers obsiegt die Praktikabilität der Drahtlosverbindung.

Es zeigt sich, dass man bei PreSonus Wert auf funktionierende Qualitätskontrolle legt, denn beim Testgerät war der Gleichlauf beider Kanäle über den gesamten Regelbereich sehr gut. Sowohl Mute als auch Sub Bypass laufen knackfrei, was für den kleinen Schiebeschalter auf der Buchsenseite nicht gilt. Aber dieser ist ja vom Hersteller auch nicht zur ständigen Benutzung angedacht – sonst wäre er anders platziert und ausgeführt.

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