Hersteller_Pioneer
Test
5
26.05.2013

Fazit
(4 / 5)

Im Kern liefert der DJM-750 in allen Bereichen eine tadellose Leistung ab. Hier merkt man einfach, dass die gesamte DJM-Serie eine seit Jahren sorgfältig gepflegte und weiterentwickelte Produktlinie ist. „Anfängerfehler“ sucht man hier also ebenso vergebens wie absolute Innovationen. Klanglich kann das Pult mit einer hervorragenden Übersteuerungsfestigkeit, einer erstklassigen Effektauswahl und Qualität und den ebenso flexiblen wie gut klingenden EQs überzeugen. In technischer Hinsicht erweist sich das visuell und haptisch gut zugängliche Cueing, die Soundkarten- und Controller-Funktionalität, der große Headroom und die Dynamik der internen Signalverarbeitung als praxisgerecht. Ebenso wie die mächtigen Stromreserven des Kopfhörerverstärkers. Aus Sicht des aktiven DJs gefällt mir natürlich die Konsistenz mit der Pioneer seine DJM-Produktlinie pflegt. Wer mit einem Mischer der Serie vertraut ist (und das sollte wohl bei den meisten professionellen DJs der Fall sein), dürfte auch mit dem DJM-750 auf Anhieb gut zurechtkommen. Gerne hätten Pioneer allerdings auf die „zersiedelte“ Anordnung von Beat FX und Sound Color FX, in der die Letztgenannte ein bisschen wie „eingeschoben“ wirken, verzichten dürfen. In dieser Hinsicht hat der ranghöhere DJM-850 mit seinen in die Kanäle integrierten Color FX das bessere Layout.

Der DJM-750 ist ein in seiner Gesamtheit ein gutklingender, leistungsfähiger und ordentlich konzipierter DJ-Mischer für den professionellen Club-Betrieb. Die neu hinzugekommenen Soundkarten- und MIDI-Funktionen katapultieren ihn dabei weit über die Möglichkeiten seines Vorgängers hinaus. Ist das Budget an der 1000-Euro-Marke gedeckelt, macht man hier nichts falsch. Lässt sich der Dispo noch einige Hunderter weiter ausreizen, erhält man mit dem Achthundertfünfziger, was die Color FX angeht, den logischer designten Mixer.

  • PRO
  • Solide Verarbeitung
  • Umschaltbarer EQ-Modus
  • Bewährtes Layout
  • Extrem großer Headroom
  • Controller- und Soundkarten-Funktionalität
  • Servicefreundliche Fader-Sektion
  • Dynamisches Verhalten der Effekte
  • Externe Effektschleife
  • Cueing der Effekte möglich
  • Schneller und genauer Beatcounter
  • CONTRA
  • Layout der Effektmodule
  • Keine MIDI-Buchse
  • Relativ hoher Preis
  • Noise-FX in Relation oft zu laut
  • Keine Local-Off-Funktion
  • Features
  • DJ-Mixer, MIDI-Controller und Audio-Interface
  • P-Lock Fadercaps
  • 4+1-Kanal Digital-Mixer
  • BPM-Erkennung für Effekte und Loops
  • 13 Beat FX
  • 4 Sound Color FX
  • Externe Effektschleife
  • Dualmode-Equalizer (EQ/Isolator)
  • Anschlüsse
  • Mikrofon
  • 4 Line-Eingänge (2 für Plattenspieler umschaltbar),
  • 4 digitale Eingänge,
  • 1x externe Effektschleife
  • USB-Soundkarte (24 Bit/96 kHz) mit vier Stereo-Ein- und Ausgangskanälen
  • 32 Bit Signalverarbeitung intern
  • Gewicht: 7,6 Kg
  • Abmessungen: 320 (B) x 376 (T) x 108 (H) mm
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