Hersteller_Pearl Snare_Pro_FreeFloating_Bronze
Test
4
08.09.2014

Pearl Free Floating Bronze Snare Test

Snaredrum

„Hört ihr die Glocken klingen?“

Unter den Neuvorstellungen in Pearls legendärer Free Floating Serie findet sich dieses Jahr auch ein Modell aus Phosphorbronze, welches wir als erstes Exemplar im bonedo Test unter die Lupe nehmen. Mit der gebürsteten Optik und den altbewährten Maßen vierzehn Zoll Durchmesser und sechseinhalb Zoll Tiefe macht die Trommel auf Anhieb einen sehr ansprechenden Eindruck.

Bronze hat es als Snaredrum-Werkstoff vor allem mit hochpreisigen gegossenen Kesseln wie der Tama Bell Brass oder der Sonor HLD 590 zu ansehnlichem Ruhm in der Trommler-Szene gebracht. Die schweren, gegossenen Kessel sind bekannt für fette und durchsetzungsstarke, mittige Klänge. Den dünnwandigen Vertretern aus Phosphorbronze werden hingegen variable Klangeigenschaften im Grenzbereich zwischen Holz und Metall nachgesagt. In welcher Klangwolke die Pearl Free Floating Bronze Snaredrum zu verorten ist, könnt ihr in diesem Test herausfinden.

Details

Ein Ring, der alles zusammenhält

Die Free Floating Serie ist seit langer Zeit ein fester Bestandteil im Programm von Pearl Drums. Mit fortlaufenden Modellreihen gab es zwar Veränderungen im Design der Abhebungen, allerdings ist die Kernkonstruktion der Trommeln stets die gleiche geblieben. Den signifikanten Unterschied zu herkömmlichen Snaredrums macht ein Aluminiumring aus, an dem 10 Hülsen zur Stimmschrauben-Aufnahme, sowie die Teppichabhebung (in unserem Fall das neue Modell SR160F) verbaut sind. Einseitiges An- und Abschalten des Teppichs und stufenlose Anpassung der Teppichspannung am Rädchen sind die Features dieser simplen, aber sehr reibungslos funktionierenden Abhebung. Auf der Unterseite des Aluminiumrings wird das Resonanzfell montiert. Hier befindet sich auch das mit 1,6 Millimetern Tiefe nahezu unsichtbare Snarebed. Für den schnarrenden Anteil im Klangkörper ist ein 20-saitiger Teppich aus Stahl zuständig, welcher mit Hilfe von Bändern montiert wird. Außer eines Stimmschlüssels bedarf es übrigens keines weiteren Werkzeugs, um die Trommel in sämtliche Einzelteile zu zerlegen. Sehr praktisch.

Der Kessel ist ungebohrt und liegt weich gebettet

Der eigentliche Kessel ist komplett frei von Bohrungen. Auf seiner Unterseite ist er in das bequeme Filzbett des Alu-Ringes eingebettet, an seiner Oberseite bekommt er das Schlagfell zu spüren. Ansonsten ist er quasi "frei schwingend". Bei unserem Testexemplar handelt es sich um einen 1,2 Millimeter dicken und insgesamt fünf Zoll tiefen Kessel aus Phosphorbronze. Zusammen mit dem Aluminiumring ergibt sich die Gesamttiefe der Trommel von sechseinhalb Zoll. Äußerlich schimmert die matt gebürstete Oberfläche stilsicher vor sich hin, zeigt sich aber nicht unempfänglich für Fingerabdrücke. Ein Nachdunkeln mit bronzefarbener Patina ist also vorprogrammiert. Das ovale Typenschild weist auf den Hersteller und die Serie, nicht aber auf das Kesselmaterial der vorliegenden Trommel hin. Auf der Innenseite gibt es eine sauber verschweißte, doch gut sichtbare Kesselnaht sowie kleine Pickelchen und einige Kratzer zu sehen. Das Badge ist hier rechteckig und hat einen Stempel mit fortlaufender Seriennummer. Unten herum ist der Kessel für die Auflage im Filzbett plan gebördelt, auf seiner Oberseite findet sich eine 45-Grad-Gratung. Die Befellung der Trommel kommt aus dem Hause Remo USA, in Form von Ambassador Snare Side als Resonanzfell und Ambassador Coated als Schlagfell. Diese werden von einem Paar schwerer Pearl "Master Cast" Gussspannreifen in Stellung, beziehungsweise in Stimmung gehalten. Für die richtige Stimmung stehen 20 Schrauben aus Edelstahl bereit.

1 / 3
.

Verwandte Artikel

User Kommentare