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Test
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16.10.2013

Palmer Fab 5 Test

E-Gitarren-Combo

Hessische A-Klasse

Der Palmer Fab 5 im bonedo-Test - Der Boom kleiner Röhrenamps in Class A Technik ist offensichtlich noch weit davon entfernt, sich abzuschwächen, und kaum ein Hersteller, der nicht dabei sein will. Auch die Entwickler von Palmer aus dem hessischen Neu Anspach möchten uns den Herbst dieses durchwachsenen Jahres mit einem solchen verschönern und präsentieren den FAB 5 Vollröhren-Combo.

Nachdem diverse Produkte der Marke bei unseren Tests durchweg gute Noten einfahren konnten, ist die Erwartungshaltung verständlicherweise recht hoch. Ob der Fab 5 tatsächlich in die Fußstapfen seiner Geschwister treten kann?

Details

Gehäuse/Optik

Optisch gibt es schon vorab einen erhobenen Daumen, denn der Fab 5 kommt in einem smarten Retro-Design mit beigefarbenem und hellbraunem Bespannstoff, kombiniert mit einem schwarz lackierten Holzgehäuse. Das Ganze sieht aber keinesfalls aus, als sei es krampfhaft auf 50er-Jahre-Retro getrimmt, sondern hat ein eigenständiges Erscheinungsbild, was durchaus Geschmack beweist. Dazu kommt die Bauweise, bei der Palmer nichts anbrennen lässt: Amtliche Bauteile, alle Schalter und Regler sind von hoher Qualität und werden mit Sicherheit viele Jahre ihrem Besitzer treue Dienste leisten. Der Amp bietet fünf Watt Endstufenleistung und zur Schallübertragung findet man im Inneren des geschlossenen Gehäuses einen 10“ Ragin Cajun Speaker von Eminence. Für die Class A Röhrenpower sorgen eine 12AX7 in der Vorstufe und eine 6V6 in der Endstufe. Als Gleichrichterröhre dient eine EZ81. Natürlich hat so ein massiv gebauter Röhrenamp, so kompakt er auch ist, einen kleinen Nachteil: Der Kasten ist kein Leichtgewicht! Oder, um es etwas positiver auszudrücken, ist er für sein Gewicht etwas zu klein geraten. Bei den Maßen von 360 x 345 x 230 mm bringt er saftige 10 Kilo auf die Waage, lässt sich aber noch angenehm am breiten Kunstledergriff auf der Oberseite tragen. Für rutschfesten Halt sorgen vier große Gummifüße.

Bedienfeld

Der Fab 5 wird von oben bedient (Toploader), was auch bei seiner Größe am praktikabelsten ist. Auf dem grau lackierten Paneel sind außer dem Power-Schalter, der großen Status-LED und der Eingangsbuchse auch die drei Regler Volume, Tone und Boost im Einsatz. Die Endlautstärke wird mit dem Volume-Regler gesteuert, bei höheren Einstellungen sind auch schon leichte Zerrsounds möglich. Wer gerne mehr davon hat, legt mit dem Boost-Regler noch eine Schippe drauf und hebt so Verzerrung und Lautstärke zusätzlich an. Der Tone Regler, bei dem es sich um eine Höhenblende handelt, bestimmt den Klang.

Rückseite

Die Boost-Funktion ist normalerweise aktiv, sie lässt sich aber auch per Standard-Fußschalter (nicht im Lieferumfang) ein- und ausschalten - den Anschluss findet man auf der Rückseite. So ist es auch möglich, einen eher unverzerrten Ton für Rhythmuspassagen einzustellen und bei aktiviertem Boost etwas Feuer in den Solo-Zerrgrad zu legen. Ebenfalls auf der Rückseite besteht die Möglichkeit, eine externe Lautsprecherbox (8 Ohm) anzuschließen, dabei wird allerdings der interne Speaker stummgeschaltet. Der Fab 5 verfügt über eine Powersoak-Funktion, mit der die Leistung in drei Stufen eingestellt werden kann, und auch hier zeigen sich die Entwickler sehr praxisorientiert und geben direkt Empfehlungen für den Anwendungsbereich: Full, Room und Bedroom sind klare Ansagen und für einige unter uns einleuchtender als simple Wattangaben;-).

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