Test
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03.09.2018

Paiste Masters Dry & Extra Dry Rides Test

Ride-Becken

Extra trocken mit einer Prise Glanz

Nach den fauchig komplexen Modellen der Masters Dark Serie und den butterweichen Masters Thin und Extra Thin Becken stellt Paiste dieses Jahr die neuen Masters Dry und Extra Dry Rides vor. Wir haben uns alle sechs verfügbaren Ride-Becken in 20, 21 und 22 Zoll zusenden lassen.

Trockene Beckenklänge sind schon sehr lange (wieder) im Trend, vor allem der Marktführer in diesem Segment, die Firma Meinl, hat mit ihren Byzance Extra Dry Modellen für rege Verbreitung gesorgt. Zildjian holte 2017 ihre Special Dry Becken aus der Versenkung zurück, und jetzt kommt die Schweizer Schmiede Paiste auf den Plan. Man munkelt zwar, dass der Trend zu den ganz trockenen Klängen so langsam wieder vorbei ist, denn nicht wenige Drummer orientieren sich derzeit in Richtung traditioneller klingender Becken und monieren, dass die ganz trockenen Exemplare im Zusammenspiel mit anderen Instrumenten gern etwas „absaufen“, sobald es etwas lauter zugeht. Doch dafür haben die Schweizer bekanntlich ihr Spezialrezept: den bekannten Paiste Hi-End Sound, der sich unter dem Mikrofon so wunderbar verwerten lässt. Ob das bei den hier vorliegenden Modellen auch der Fall ist, klären wir jetzt. 

Details

Kennste eins, kennste alle?

Nachdem alle sechs Bleche ausgepackt sind und einträchtig nebeneinander liegen, könnte man fast dem Eindruck erliegen, hier bis auf den Größenunterschied identische Modelle vor sich zu haben. Den Unterschied macht der Aufdruck „Extra Dry“ und die damit verbundene vollständig beschichtete Unterseite der drei extra trockenen Kandidaten. Die robust wirkende, matte Beschichtung ist bis auf einen kleinen Kreis am äußeren Rand, unter dem die Bronze hervor schimmert, vollständig und ausgiebig aufgetragen. Die Farbe würde ich als einen Grauton mit leichtem Grünstich bezeichnen. Bei den Dry Modellen wurde die Farbe auf der Unterseite hingegen nur sehr dünn aufgetragen, sodass das ursprüngliche Abdrehmuster leicht darunter durchscheint – eine Optik, die dem einen oder anderen von den Istanbul Agop OM Becken vertraut sein dürfte. 

Auf den Oberseiten wurde nicht gekleckert, mit dem Messer wurde ein schneckenförmiges, etwas unruhiges Abdrehmuster abgetragen, das sich durch die vollflächig aufgetragene Beschichtung von der Glocke bis zum äußeren Rand zieht. Zwischen all dem grau-grün blitzt so das polierte Becken darunter hervor. Das sieht spannend und gelungen aus. Auch wenn sie unter der ganzen Farbe auf den ersten Blick kaum zu sehen sind, gibt es auf den Oberseiten zahlreiche sehr feine Hämmerungsmerkmale zu ertasten.

Die Masters Becken haben türkische B20-Rohlinge als Grundlage, die bei Paiste weiterverarbeitet, gehämmert und veredelt werden. Abgesehen von der Optik entsprechen die Becken Standard-Maßen: eine mittelgroße Glocke, kombiniert mit einem eher flachen, hutartigen Oberflächenprofil. Mit Gewichten zwischen 2028 (20“ Dry) und 2681 Gramm (22“ Extra Dry) bewegen sich die Becken in einer leichteren Medium-Kategorie. Die Verarbeitung ist, wie in der Preisklasse zu erwarten, in allen Details ohne Beanstandung: ebene Kanten und perfekt runde Mittellöcher. Jetzt geht es auf in den Spieltest.

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