Software
Test
10
16.09.2015

Praxis

Installation

Falls noch nicht geschehen, sollte Kontakt oder der kostenlose Kontakt-Player von Native Instruments installiert werden, welcher als VST-, AU- und AAX-Plug-In in 32 und 64 Bit sowohl für Windows als auch für Mac OS verfügbar ist. Signal benötigt die Kontakt-Version 5.3.1 oder neuer. Nach dem Kauf von Signal im Shop des Herstellers erhält man per E-Mail die Installationsanweisung, Seriennummer, Tutorial-Links und einen Link zum Downloader „Continuata Connect“. Um Signal zu installieren, benötigen wir zunächst eine funktionierende Internetleitung und den Downloader, der das 21 Gigabyte große Download-Paket herunterlädt und praktischerweise auch gleich automatisch entpackt und installiert. Nach dem Start von Kontakt (beziehungsweise des Kontakt-Players) wird  Signal bei den Librarys aufgeführt und mit der Seriennummer aktiviert.

Bedienung

Signal macht auf Anhieb einen aufgeräumten Eindruck, da alle Regler, Buttons und Beschriftung groß gehalten sind und die Oberfläche intuitiv zu bedienen ist. Einzig der Browser war zu Beginn etwas ungewohnt, da keine Instrument-Kategorien à la „Bass“, „Lead“ oder „Pad“, sondern Tags, wie „Complex“, „Low“ oder „Warm“ die Presets eingrenzen lassen. Hat man sich einmal an das Konzept von Signal gewöhnt, erweist es sich als praktischer Vorteil, innerhalb eines Presets zu bleiben und somit alle Effekte und Einstellungen der Pulse Engine zu bewahren, aber dennoch das Instrument oder den Synth-Sound eines Layers zu verändern.

Eigenes Sounddesign

Leider ist es nicht möglich, eigene Sounds in Signal zu laden, wodurch das Kontakt-Instrument für Sounddesigner wahrscheinlich interessanter gewesen wäre. Auf der Website finden sich aber käuflich zu erwerbende Signal-Expansions – vielleicht gibt es da ja einen Zusammenhang…

Klang

Zu Beginn war ich etwas skeptisch, da tatsächlich jeder Sound dauerhaft in Bewegung ist, wodurch Signal nicht als Allround-Library anzusehen wäre. Da sich die Pulse Engine jedoch mit einem Klick auf den großen Pulse-Engine-Button in der Mitte von Signal komplett abschalten lässt, bekommt man auch „normale“ Sounds aus Signal. Hören wir uns die Presets aus der Library einmal an:

Die Sounds und Presets in Signal sind absolut zeitgemäß, sowohl für EDM-Produktionen als auch im Bereich Sounddesign für Filme. Die Library bietet durchsetzungsfähige Sounds, die eine ständige Bewegungsaktivität zeigen. Die meisten Presets weisen durch den dezenten Einsatz von Effekten noch genug Spielraum für die eigene Klanggestaltung auf. Beim Durchforsten der Library wird schnell klar, dass für derart komplexen Klangwelten normalerweise wesentlich aufwendigere Bearbeitungen nötig wären. Die Presets lassen sich schnell an die eigenen Bedürfnisse anpassen, auch von Grund auf (mit Init-Preset) sind die eigenen, komplexen Sounds wirklich schneller geschraubt, als es mit anderen Klangerzeugern möglich wäre. Egal welche Rhythm Pulse Types verwendet werden, alle formen den Sound schnell zu guten Ergebnissen. Qualitativ haben mich auch die Effekte überzeugen können, die sich allesamt sehr gut verwenden lassen.

2 / 3
.

User Kommentare