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Test
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19.06.2019

Output Portal Test

Granular FX Plugin

Glitch, Stutter and more

Hersteller Output ist bekannt für hochwertige Kontakt-Librarys, die ohne viel schrauben zu müssen produktionsreife, moderne Klänge liefern. Neben zahlreichen Librarys à la SubstanceExhale und Co. sowie dem Cloud-basierten Abo-Modell Arcade hat Output mit „Movement“ das erste Effekt-Plugin veröffentlicht. Nun legt der in Hollywood ansässige Hersteller ein Multieffekt-Plugin mit neuartigem Konzept nach.

Portal basiert auf Granularsynthese und ist in der Lage, den Klang auf vorausschauende und musikalische Weise zu modifizieren. Das Plugin verfügt über sieben Effekte, ein temposynchrones Graindelay, eine intuitive Modulationssektion und über 250 Presets. Hinzu kommen Macroregler und ein X/Y-Feld, mit denen viele Parameter gleichzeitig gesteuert werden können. Das schreit nach einem Sounddesign-Tool für Glitch, Stutter und Co., das zum Experimentieren einlädt!

Details

Volle Grain-Kontrolle

Portal basiert auf der Granularsynthese, was bedeutet, dass das anliegende Signal in kleine Sampleschnipsel namens „Grains“ zerteilt wird und in veränderter Reihenfolge, Länge und Tonhöhe wieder zusammengesetzt abgespielt werden kann. Die Aufteilung des Signals in kleine Grains erlaubt es, das Signal künstlich zu verlängern bzw. zu verkürzen, ohne dass die Tonhöhe beeinträchtigt wird. Die Granularsynthese ist also prädestiniert dafür, das Ausgangsmaterial stark zu verfremden. Auf dem Main-Screen befindet sich der großzügig angeordnete Circular-Visualizer, der optisch an ein Zeitportal à la Science-Fiction erinnert. Dies ist ein X/Y-Feld, mit dem sich – typisch für Output – mit nur einem Regler viele Parameter gleichzeitig steuern lassen.

Portal hält eine ganze Menge Parameter bereit, mit denen die Grains präzise editiert werden können: In der Stretch-Sektion lässt sich die Wiedergabegeschwindigkeit und das Abspielverhalten der Grains regulieren. Die weiteren Parameter erlauben es, die Grains in Anzahl, Länge und Dichte zu verändern sowie deren Form, Panoramaposition und Tonhöhe anzupassen. Sehr praktisch ist der Scale-Parameter, mit dem sich die veränderten Tonhöhenwerte in Tonleitern, Intervallen und Akkorden quantisieren lassen – so klingen gepitchte Grains immer harmonisch. Tonhöhe, Länge, Dichte und Panorama können mit Zufallswerten angereichert werden, um so für einen lebendigeren Grundsound zu sorgen.

Effekte

Portal bietet zwei Effekt-Slots, in die jeweils einer der sieben Effekte geladen wird. Mit dabei sind Bitcrusher, Chorus, Distortion, Filter, Phaser, Reverb und Stereo-Delay. Darüber hinaus erhaltet ihr ein synchronisierbares Grain-Delay inklusive Hi-Pass und Low-Pass Filter. In einer gesonderten Master-Sektion hält Portal einen Kompressor (inklusive Gain-Reduction-Meter) sowie Low- und High-Pass-Filter bereit, mit dem der Gesamtsound angepasst werden kann. Auf einen Equalizer muss man leider verzichten.

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