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27.07.2014

Nowsonic Stage Router Test

Wireless LAN Router

The Golden Age of Wireless...now on Stage!

Das digitale Zeitalter der Internet Clouds, Tablet PCs und Smart-Phones hat nun endgültig Einzug auf den großen und kleinen Bühnen dieser Welt gehalten. Der Analog-Purist mag womöglich noch die Sinnfrage stellen, aber Tatsache ist, dass sehr viele Künstler, Unterhalter, Veranstalter und DJs auf der Bühne einen direkten, drahtlosen Zugang zum Internet benötigen, und hier kommt nun ein Werkzeug, das diese Möglichkeit zuverlässig erledigen will.  

Der Stage Router verspricht auf den ersten Blick gleich drei Features: Sehr solide Verarbeitung, eine einfache Inbetriebnahme und Handhabung und zu guter Letzt die Gewährleistung des störungsfreien Betriebs von Funk-Mikrofonen bei voller Sendeleistung des Stage Routers. – Ja dann, ab dafür...  

Details

Der Nowsonic Stage Router dient als Wireless LAN Router für den Zugang zum Internet und ermöglicht den Anschluss von Peripheriegeräten wie digitale Mischpulte via CAT5-Kabel. Hierzu stellt der Router rückseitig zwei verriegelbare RJ45-Buchsen von Neutrik sowie drei herkömmliche RJ45-Anschlüsse zur Kontaktaufnahme mit einem Ethernet-Netzwerk bereit.

Mit seinem genormten Einbaumaß (19“) und einer Höheneinheit Platzbedarf lässt er sich platzsparend in jedes 19-Zoll-Rack einbauen. Das Gerät verfügt über zwei parallel arbeitende Frequenzbänder nach WiFi-Norm: 2,4 GHz entsprechend der Norm 802.11g und 5 GHz entsprechend dem 802.11n-Standard. Tablet-PCs, Laptops oder Smart-Phones können sich über diese Bänder einloggen und Daten abrufen oder verschicken. Der Stage Router dient somit als WLAN-Zugangspunkt und kann Steuerbefehle von Apps, die auf mobilen Endgeräten installiert werden, an die angeschlossenen Digitalmischpulte übermitteln. Ebenso überträgt er Statusmeldungen von Digitalmischpulten an die Apps und gibt so Feedback darüber, ob eine Funktion aktiviert wurde oder eben nicht.

Nowsonics WiFi-Tool lässt sich allerdings auch als gewöhnlicher WLAN-Repeater nutzen, um eine größere Wireless LAN Area zu schaffen. Auch der Einsatz als unabhängiger VPN-Server zur Kommunikation zwischen mehreren Computern und Workstations ist hierbei durchaus denkbar.  

Vier WLAN-Antennen versehen ihren Dienst mit jeweils einer Empfangssektion pro Antenne. Somit stellen zwei Empfangssektionen pro Band das True Diversity-Format sicher. Das heisst, sollte es an einem der beiden Receiver zu einem Drop-Out kommen, ist die andere Antenne immer noch in der Lage, das Signal zu empfangen bzw. zu senden. Beide Bänder lassen sich unabhängig voneinander betreiben. Sollte eine Funkmikrofon-Strecke aufgebaut werden, so kann man den 2,4 GHz Sender abschalten und alle Funktionen über das 5 GHz Band laufen lassen, was einen störungsfreien Betrieb sowohl der Funk-Mikrofonie als auch der Fernsteuerung gewährleistet.

Die Installation und Inbetriebnahme erfolgt entweder über ein automatisiertes Setup oder über einen manuellen Expertenmodus. Beide können über jeden aktuellen Browser mittels einer spezifischen MAC- oder IP-Adresse, die auf der Geräterückseite aufgedruckt ist, geöffnet werden. Mindestvoraussetzungen sind auf der Windows-Plattform XP oder neuer und in der Mac-Welt MAC OS X 10.0.  

Nowsonic weist ausdrücklich darauf hin, dass der Stage Router nur eine Netzwerk-basierte Umgebung für Peripheriegeräte zur Verfügung stellt. Bei Kommunikationsproblemen zwischen den Apps, mobilen Endgeräten und der Peripherie an sich muss man sich an die Software-Schmieden oder die Hardware-Hersteller wenden.  

Hard Facts

Das Gerät verfügt über ein stabiles 19-Zoll-Metallgehäuse, dessen Deckel mit zehn M3-Kreuzschlitz-Schrauben fixiert wurde. Man kommt so relativ leicht an die aufgeräumten Intarsien heran. Sowohl die Platine des Trafonetzteiles als auch die des Prozessors sind sauber verarbeitet und zudem fest an das Metallgehäuse geschraubt. Die Receiver-Einheiten der Frequenzbänder sind separat geschirmt und kommunizieren ausschließlich über die Antennen mit der Außenwelt. Die Prozessor-Platine dürfte ein Zukauf von Nowsonic sein, da sich auf der Platine selbst bereits eine DC-Input-Buchse befindet sowie der LAN 4 und der WAN-Anschluss. Aber warum sollte man das Rad auch immer wieder neu erfinden wollen, wenn es schon bewährte CPU-Einheiten gibt?

Auf der Rückseite befindet sich neben dem Kaltgeräteanschluss die WAN-Buchse in verriegelbarer RJ45-Ausführung von Neutrik. Direkt daneben hat der LAN 4-Anschluss ebenso ausgeführt Platz gefunden. LAN 1-3 sind herkömmliche RJ45-Buchsen. Allen Buchsen ist gemein, dass sie über ein herkömmliches CAT5-Kabel mit ihrem „Gegenüber“ Kontakt aufnehmen. Praktischerweise hat man auf dem Typenschild sowohl die IP-Adresse als auch den Namen des Users samt Passwort aufgedruckt. Daneben findet man noch die MAC-Adresse, die man für die konkrete physische Zuordnung im Netzwerk benötigt. Falls man spontan noch etwas konfigurieren muss, reicht ein Blick auf das Schild und man hat alle wesentlichen Zugriffsdaten. Das erspart die Mitnahme von lästigen Heften und Papieren, die sowieso die schlechte Angewohnheit haben, irgendwann mir-nichts-dir-nichts zu verschwinden...

Die Frontseite wird von den großen Antennen dominiert, die leicht zu (de)montieren sind. Damit man mit den korrekten Antennen für die jeweiligen Frequenzbänder nicht durcheinander kommt, hat man diese und auch alle Buchsen beschriftet. Praktisch!

Links auf der Front befindet sich der Kippschalter für die Inbetriebnahme, und in der Mitte sind neun blaue Funktions-LEDs in das Frontblech eingelassen. Ebenfalls bei den LEDs sitzt ein im Gehäuse versenkter Taster namens RST/WPS. Dieser setzt das Gerät auf seine Werkseinstellungen zurück, sollte man im laufenden Betrieb diese Taste wenigstens fünf Sekunden betätigt halten. Ansonsten dient der Taster kurz gedrückt zur Einrichtung sicherer Verbindungen für die angeschlossenen Clients.

Die LEDs visualisieren folgende Funktionen:  

Anzeige 1 – 4: Diese vier LEDs sind den rückseitigen LAN-Ports zugeordnet. Ist der ein Port über ein CAT5-Kabel mit einem Endgerät verbunden, so leuchtet die LED.

WAN: Diese LED leuchtet, wenn der WAN-Port mit dem Internet verbunden ist. Bei Datenübertragungen blinkt die LED.

5 GHz | 2.4 GHz: Diese LEDs zeigen jeweils die Übertragung auf den entsprechenden Bändern an. PWR Die Betriebs-LED leuchtet, nachdem das Gerät eingeschaltet worden ist.

CPU: Diese LED blinkt, nachdem der Stage Router aktiviert worden ist.

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