Test
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29.01.2016

Nowsonic Prinz Test

Kopfhörer

Adel verpflichtet

Die Firma Nowsonic schickt uns einen geschlossenen Studiokopfhörer namens Prinz zum Test. Ob sich der royale Ohrbeschaller ähnlich erfolgreich am Markt etablieren kann wie andere innovative Nowsonic-Produkte (z. B. der 19-Zoll-Stagerouter), wird sich zeigen. Neugierig macht der Prinz auf jeden Fall, weil er als "studiotauglich" beworben wird, aber gerade mal 69 Euro kostet. Zudem fällt das Zubehör üppig aus. Hier dürfte sich der eine oder andere Mitbewerber gerne eine Scheibe abschneiden. Schauen wir uns den blaublütigen Schallwandler im Folgenden einmal genauer an. 

Details

Der Kandidat erreicht uns in einem Karton, in dem eine schwarze Nylon-Tragetasche den Kopfhörer beherbergt. Die Tasche ist erstklassig verarbeitet, sie besitzt einen Reißverschluss und einen Tragegriff. Im Innern schützt eine dicke Lage Schaumstoff den Kopfhörer hinreichend. Zusätzlich spendierte Nowsonic einen schwarzen Stoffbeutel mit Zugband, in dem sich der Kopfhörer alternativ aufbewahren lässt. Mit Anschlusskabeln ist der Adelsspross fürstlich ausgestattet, gleich drei unterschiedliche Exemplare liegen im Karton. Dafür gibt es spontanen Applaus von Seiten des Autors, ebenso für die Tatsache, dass alle Anschlusskabel abnehmbar sind.

Kabelwerk

Ein kurzes Kabel mit Miniklinken-Ende ist für Smartphones gedacht, es verfügt über eine zusätzliche Mikrofonleitung. Der Kabelklassiker im Spiralformat mit abschraubbaren Stecker (große Klinke auf Mini Klinke) ist ebenso vorhanden wie ein drei Meter langes Kabel mit schicker Textil-Ummantelung. Letzteres dürfte bevorzugt bei Musikern Verwendung finden, lässt sich doch aufgrund der Länge eine zusätzliche Kopfhörerverlängerung meistens einsparen. In der linken Hörmuschel befindet sich eine Miniklinkenbuchse, an der das Kabel der Wahl andockt.

Das hat zwei Vorteile: Ist das Kabel defekt, lässt es sich problemlos tauschen und der kleine Prinz tönt wie gewohnt weiter. Auf der anderen Seite verhindert dieses System die häufigsten Ursachen für Kabelbrüche. Wer kennt das nicht, dass man im Eifer des Gefechts mit dem Kopfhörkabel am Mischpult hängen bleibt oder das gemeine Musiker-Fußvolk die Kabel mit unbedachtem Schritt endgültig terminiert. Das kann mit dem Nowsonic Hörer nicht passieren. Ist der Zug auf das Kabel zu groß, stöpselt es sich selber aus, bevor es Schaden nimmt. Auch im Studio eine gute Sache. Zudem bietet das die Möglichkeit, ein eigenes Kabel verwenden zu können. Außerdem: Ist bei den drei mitgelieferten Leitungen nicht das Passende dabei, kann man leicht sein eigenes verwenden.

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