Hersteller_Nektar KC_Keyboard_Controller KC_einfach KC_DAW_Integration
Test
3
03.06.2016

Nektar Impact GX49 Test

USB Controller Keyboard

DAW-Steuerung für kleines Geld

Mit den Controller Keyboards Impact GX49 und GX61 rundet Nektar seine Produktpalette nach unten hin ab und präsentiert zwei Keyboard Controller, die für kleines Geld eine unkomplizierte und recht weit reichende Kontrolle über DAWs bieten sollen. Der Bereich der DAW-Steuerung ist eine Spezialität des kalifornischen Herstellers; so integrieren sich die deutlich teureren Panorama P4 und P6 mit speziellen Steuerprotokollen tief in die Software und ermöglichen eine umfangreiche Fernsteuerung auch von Plug-in-Parametern. Ganz so viel können die kompakten Impact GX Keyboards natürlich nicht, aber wir sind trotzdem gespannt, wie viel von diesem Know-how sich in der neuen günstigen Serie wiederfindet.

Im Vergleich mit den Panorama Controllern und auch mit der Impact LX Serie verfügen die Keyboards der Impact GX Serie über deutlich weniger Bedienelemente: Fader, viele Drehregler, Pads und ein Display sucht man hier vergeblich. Bei den GX Controllern steht die unkomplizierte Steuerung der Grundfunktionen der DAW im Vordergrund, also Transport, Navigation und ein paar Extras. Dafür bieten die Keyboards speziell angepasste Steuerprotokolle für gleich 11 DAWs: Logic Pro / Garageband, Cubase / Nuendo, Reason / Record, FL Studio, Bitwig Studio, Digital Performer, Studio One, Sonar und Reaper. Hier wurde also auch an die Anwender von weniger verbreiteten DAWs gedacht – ein erster Pluspunkt für die Impact GX Controller. Dieser Test soll klären, wie problemlos die DAW-Steuerung mit den neuen Keyboards funktioniert.

Details

Äußerlichkeiten und Anschlüsse

Das Nektar Impact GX49 steckt in einem mattschwarzen Kunststoffgehäuse und vermittelt einen insgesamt soliden Eindruck. Mit seinen Maßen von 965 x 197 x 70 mm bringt der Testkandidat nur 2,7 kg auf die Waage und ist damit problemlos mobil einsetzbar. Die 49 anschlagdynamischen Tasten in Klavieroptik bieten ein für dieses Preissegment sehr gutes Spielgefühl. Was die Features angeht, unterscheiden sich das GX49 und das GX61 nur in der Anzahl der Tasten. Das 61er-Modell kostet gerade einmal 10 Euro mehr als das kleinere Keyboard – wer es also größer mag und Platz für 61 Tasten hat, der braucht hier nicht lange zu überlegen. Die 13 Soft-Buttons wie auch der Drehregler sind geräuschlos und fühlen sich hochwertig an. Pitch- und Mod Wheel sind verglichen mit anderen Keyboards etwas klein geraten, jedoch ebenfalls gut verarbeitet. Dadurch hat man zwar keinen langen Regelweg, die Ergebnisse sind jedoch nicht zwangsläufig weniger präzise.

Rückseitig ist das GX49 neben einem On/Off-Switch mit einem USB-Anschluss ausgestattet. Dieser versorgt das Controller Keyboard mit Strom und dient zur Kommunikation mit dem Computer. Eine andere Möglichkeit zur Stromversorgung ist nicht gegeben. Hinzu kommen eine Klinkenbuchse für ein Sustainpedal sowie ein Kensington-Slot zum Sichern des Gerätes. Das Controller Keyboard muss ohne traditionelle MIDI-Anschlüsse auskommen, wodurch es ausschließlich zur Nutzung mit einem Computer oder iDevice geeignet ist. 

Bedienoberfläche

Obwohl das Impact GX49 mit vergleichsweise wenigen Bedienelementen ausgestattet ist, bietet es eine recht umfangreiche Steuerung der DAW. Dazu hat Nektar die 13 vorhandenen Buttons wortwörtlich doppelt und dreifach belegt. Neben den gewöhnlichen Transport-Steuerungen wie Start, Stop, Forward, Rewind und Record findet man hier auch einen Click-Button zur Aktivierung des Metronoms sowie einen Loop-Button, um in der DAW in einer Schleife einspielen zu können. Hinzu kommt ein Shift-Taster, mit dem zweite und dritte Funktionen ausgelöst werden, die je nach DAW etwas unterschiedlich sind und z.B. eine erweiterte Transport-Steuerung und die Navigation in der DAW ermöglichen.

Unter der Transport-Sektion befinden sich die Oktav- und Transpose-Tasten. Letzere sieht man bei Controller Keyboards nicht allzu oft, obwohl sie beim Komponieren für spontane Transponierungen natürlich sehr nützlich sein können. Der Setup-Button ermöglicht die Einstellung verschiedener MIDI-Settings, etwa Program Message, MIDI Channel sowie Bank MSB und LSB Messages.

Oberhalb der Taster befindet sich ein Drehregler, der standardmäßig die Lautstärke des jeweiligen Kanals regelt. In Kombination mit dem Shift-Button kann er im Handumdrehen auch weitere vorgefertigte Parameter steuern. 

DAW inklusive

Damit man gleich loslegen kann, stellt Nektar im Downloadbereich eine 8-spurige Version der DAW Bitwig bereit. Wer also noch nicht im Besitz einer DAW ist, erhält mit dem GX49 auch software-seitig einen guten Einstieg in die Welt der computerbasierten Musikproduktion.

1 / 3
.

Verwandte Artikel

User Kommentare