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Test
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04.08.2021

Native Instruments Traktor Kontrol Z1 Test (2021)

DJ-Controller

Touch and Turn für iPad, PC & MAC

Das Berliner Unternehmen Native Instruments begeistert mit seiner Software Traktor nun schon seit mittlerweile 20 Jahren die DJ-Szene. Und auch in Sachen Audiointerfaces, Mixer und Controller ist die Spree-Company nicht weniger umtriebig. Seit dem Release des lang erwarteten Nachfolgers von Traktor DJ für iPhone/iPad, namentlich Traktor DJ 2, übrigens kostenlos für PC, MAC und iOS erhältlich, und dem Traktor-Update auf Version 3 gefolgt vom Update der DJ-Controller-Riege liegt der Trecker wieder gut im Rennen.

Doch auch „ältere Semester“ aus dem Hause Native Instruments wie der X1 und F1 buhlen um die Gunst der Käufer. Das trifft auch auf den Traktor Kontrol Z1 zu, der kompaktesten Steuereinheit für DJ-Software von Native Instruments, ausgestattet mit einem integrierten Vierkanal-Audiointerface und essentiellen Mix-Features, prädestiniert fürs Notebook und Tablet-DJing und aktuell für schmale 179 Euro UVP zu haben. Hat der Zahn der Zeit am Z1 genagt oder ist er noch immer eine gute Wahl?

Details

Konzeptionell ist mein heutiger Testkandidat ein DJ-MIDI-Controller mit integriertem Audiointerface, wie wir sie regelmäßig auf bonedo.de testen und vorstellen. Doch in diesem Fall lässt sich das Gerät, im Gegensatz zu vielen anderen midifizierten Kontrolleinheiten am Markt, sowohl am PC/Mac wie auch am iPad einsetzen. Design und Form des Z1 orientieren sich an bewährten NI-Konstrukten à la X1 und F1. Da die Hochglanz-Faceplate jeden Zugriff mit Fingerabdrücken dokumentiert, werden besonders penible Anwender nach jedem Einsatz das Poliertuch bemühen müssen - wer schön sein will, muss eben leiden.

Die griffigen Flachbahnregler und die Potis mit ihren Gummikappen liegen gut in der Hand und profitieren von ausreichendem Abstand zueinander. Auf den ersten Blick erinnert das Teil mit seinen Line- und Crossfadern, dem Dreibänder samt Gain und dem fast schon obligatorischen Filter sowie einer Cuemix-Abteilung ein wenig an einen eingeschrumpften Battlemixer. Es unterscheidet sich aber aufgrund fehlender Eingänge und der bei Scratchern beliebten Curve-Controls und Switches vom „analogen Bruder“. Doch ich möchte an dieser Stelle gleich zum Ausdruck bringen, dass es mir in keiner Weise negativ aufstößt, dass Native Instruments beim Z1 auf jegliche Eingänge verzichtet hat. Dafür gibt es größere Controller und einen Z1 als Ersatz für einen analogen Mixer mit Phono-Preamps einzufordern, wäre in meinen Augen „am Ziel vorbeigeschossen“ gewesen, allerdings gab es tatsächlich mal von AKAI ein solches Konzept, den AMX1, hier getestet.

Front- und Backpanel

Im Inneren des Kommandobretts werkelt ein 24-Bit/96-Khz-Audiointerface. Es offeriert als Schnittstelle zur Außenwelt auf der Vorderseite: einen 3,5-Millimeter-Kopfhöreranschluss. Das wird vielleicht nicht jedem schmecken, doch ich gebe zu bedenken, dass viele Kopfhörerhersteller ohnehin auf dieses Format setzen und einen 6,3-Millimeter-Stecker beilegen - von In-Ear-Monitoren ganz zu schweigen. Ferner bleibt der Controller so „schön flach“.

Hinten sitzen ein Stereo-Cinch-Ausgang für die Beschallungsanlage, eine USB-Buchse zur Rechner- oder iPad-Anbindung, ein Kensington-kompatibler Langfinger-Schutzschlitz und die Netzteilbuchse für den mitgelieferten Stromlieferanten (1,2 Ampere bei 15 V), der nicht nur den Z1 mit Betriebsspannung versorgt, sondern zudem mein iPad auch gleich auflädt - sehr praktisch.

Ebenfalls auf der Habenseite verbuche ich eine Traktor 3 LE Version zum kostenlosen Download über Native Access, die ich mittels der Hardware-ID freischalten kann. On top spendiert Native Instruments jedem, der seine Hardware registriert, noch einen Coupon über 50 Euro für den Online-Store. Der ließe sich dann natürlich für den Erwerb von Traktor Pro 3 (99 Euro) verwenden. Oder für einen zusätzlichen X1 oder einen Kontrol Stand von NI, der dem MIDI-Controller zum einen als schützende Transportgerätschaft dient und ihn zudem auf Augenhöhe mit einem Clubmixer bringt, falls dies gewünscht ist.

Primär bieten sich zwei Szenarien für den Z1 an, und zwar das Zusammenspiel mit Traktor am iPad sowie als Befehlsgeber für die Laptop-Software, wenngleich wir nicht verschweigen wollen, dass sich das Gerät auch unter alternativen Programmen wie Mixxx oder MIDI-lernfähigen iPad-Apps wie DJ-Player nutzen ließe. Doch seine ursprüngliche Bestimmung heißt „Treckerfahren“, und wir starten mit dem iPad.

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