Recording
Test
2
25.08.2018

Praxis

Bedienung

Das Handling des Mutec MC-3+ USB ist sehr einfach gehalten und erfolgt ausschließlich an der Front. Mit dem Menu-Taster wechselt man zwischen den Pages (Mode, Reference, Clock Out, Clock-Multipliers) und mit Select wählt man die entsprechende LED und Funktion aus. LED leuchtet = Funktion an. So einfach, so simpel.

Klang

Es ist natürlich grundsätzlich schon etwas schwierig, vom Klang eines durch und durch digitalen Gerätes wie dem Mutec MC-3+ USB zu berichten. Aber eine Clock kann trotzdem schon Sound machen. Dabei war ich wirklich selber skeptisch, aber sogar meine einfachen Ergebnisse mit einem relativ unkomplizierten, elektronischen Track lügen nicht.

Zum Testaufbau: Ich hab einen Song mit vielen Spuren auf acht Stereo-Stems in der DAW aufgeteilt und via SSL AlphaLink SX auf meine SSL Matrix gegeben, dort summiert und den Mix auf meinen Crane Song HEDD gegeben und diesen wieder aufgenommen. HEDD und Alphalink waren dabei digital mit meinem RME UFX+ verbunden, der SSL via MADI und der CraneSong via AES/EBU. Das war alles fix – was jedoch nicht fix war, war die Clock-Zufuhr an allen drei Geräten. Und die sahen wie folgt aus:

  • Setup 1: Die Clock vom RME ging nur in den SSL, HEDD gab nur AES/EBU aus.
  • Setup 2: Der Crane Song clockt den RME und den SSL parallel.
  • Setup 3: Der MC-3+ USB clockt den RME und den SSL parallel. 
  • Setup 4: Genau wie Setup 3, jetzt bekommt der MC-3+ USB allerdings noch eine 10-MHZ-Referenz vom REF 10.

Klanglich wird der Mix mit jedem Setup besser! Vor allem die Tiefen, im Speziellen die Kick, wirkt präziser, schneller und sogar ein wenig tiefer. Aber auch die Stereobühne wird deutlich sortierter und einzelnen Elemente werden fester platziert, schwimmen also weniger in Panorama herum. Kurzum: Alles wirkt deutlich „aufgeräumter“.

Setup 3 und 4 klingen dabei durchaus am besten. Allerdings sind die Unterschiede nicht so gewaltig, man muss sich schon ein wenig hineinhören. Dass dennoch der REF 10 einen weiteren kleinen, aber feinen Unterschied macht, hätte ich nicht erwartet! Ob einem das den durchaus stolzen Aufpreis wert ist, muss jeder für sich selbst entscheiden – der MC-3+ USB hingegen ist meines Erachtens nach aber jeden Euro wert.

Hier gibt es die Files auch unkomprimiert und in 96 kHz!

Nun zum Thema Re-Clocking. Hier musste ich etwas zaubern und habe Musik mit meinem Fire TV Stick wiedergegeben, welcher an meinem einfachen, alten Toshiba-Fernseher hängt. Der wiederum hat einen koaxialen S/PDIF-Ausgang, den ich für den ersten Test via Impedanzwandler an mein RME UFX+ gehängt und anschließend, im zweiten Test, mit dem MC-3+ USB dazwischen verbunden habe. Auch hier war ein ähnliches Phänomen wie bei der Word-Clock-Untersuchung feststellbar: Die Wiedergabe wurde im Stereoimage präziser und etwas knackiger in den Bässen. Sehr gut.

2 / 3
.

Verwandte Artikel

User Kommentare