Gitarre Hersteller_Mooer
Test
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06.09.2018

Praxis

Sound:

Für die folgenden Audiofiles verbinde ich das Pedal mit dem Effekt-Return meines Marshall JVM 410 und nehme eine 2 x 12" Box mit einem SM 57 ab. Alle Beispiele habe ich im Klang natürlich nicht weiter bearbeitet.

Los geht es mit dem cleanen Kanal und einer Telecaster. Im darauffolgenden Beispiel habe ich eine alte Music Man Van Halen verwendet, die mit Humbuckern bestückt ist.

Alle Regler des Pedals befinden sich in der Mittelstellung.

Mit beiden Gitarren liefert das Pedal einen vollmundigen, satten Cleansound. Singlecoils wie Humbucker bieten unterschiedliche Klangwelten, die aber souverän übersetzt werden.

Es folgt ein Beispiel mit der Telecaster, auf der ich eine Picking-Figur spiele. Alle Regler des Pedals zeigen weiterhin auf 12 Uhr.

Auch diese Prüfung meistert das Pedal spielend. Dabei geht das Brown Sound mit angenehmen Attacks ins Spiel, die sich nicht in den Vordergrund spielen, sondern den Sound formen. Sehr schön! Das Pedal lässt sich übrigens nicht zum Zerren verleiten, egal, wie weit ich den Gain-Regler aufdrehe. Das Signal wird einfach nur lauter, von Verzerrung jedoch keine Spur.

Daher schalte ich nun in den zweiten Kanal und möchte herausfinden, wie sich der Gain-Regler in unterschiedlichen Stellungen verhält. Dazu positioniere ich ihn pro Durchgang von 9 Uhr in die Mittelstellung, es folgen 15 Uhr und Maximalposition. Alle weiteren Regler stehen in der Mitte. Als Gitarre kommt eine Strat mit Humbucker am Steg zum Einsatz.

Bis zur 12-Uhr-Position des Gain-Reglers liefert das Brown Sound eine knackige bis fette Zerre, oberhalb der 12-Uhr-Grenze wird es für meinen Geschmack jedoch recht undifferenziert, vor allem in den Bässen.

Wie sich die Dreiband-Klangregelung bemerkbar macht, lässt sich im nächsten Beispiel heraushören. Dazu positioniere ich den Treble-Regler auf 14 Uhr, Mid auf 13 Uhr und Bass ebenfalls auf 14 Uhr. Im darauffolgenden Beispiel verändere ich nur die Position des Höhenreglers auf 9 Uhr. Wieder ist die Strat mit Humbucker in Stegposition zu hören.

Der Treble-Regler zeigt sich von der wirklich effektiven Seite, denn er vermag den Sound zu verbiegen und ich muss zugeben, dass er mir mit heruntergeregelten Höhen sehr gut gefällt. Die Mitten werden dadurch in den Vordergrund geschoben und fetten den Sound regelrecht an.

Natürlich darf ein Beispiel mit einer liefergestimmten Gitarre nicht fehlen. Dazu verwende ich eine Music Man Reflex und stimme die tiefe E-Saite auf D hinunter. Am Pedal stehen die Regler in folgenden Positionen: Gain auf Maximum, Treble auf 13 Uhr, Mid ganz rausgedreht und Bass auf 15 Uhr.

Auch mit der tiefer gestimmten Gitarre kommt das Brown Sound Pedal gut klar und liefert einen frischen, straffen Metalsound mit einer ordentlichen Prise Durchsetzungskraft.

Bevor es zum Fazit geht, interessiert mich natürlich der Klang der Speakersimulation. Im ersten Durchgang ist das Pedal mit dem Verstärker zu hören, im zweiten dann direkt verbunden mit einem Avid Omni Wandler/Preamp. Dabei zeigen wieder alle Regler des Pedals auf 12 Uhr.

Wie nicht anders erwartet, hat das Originalsignal herzlich wenig mit dem aus der Speakersimulation zu tun. Allerdings lässt sich mit Letzterem aber für meinen Geschmack ziemlich gut arbeiten, denn es besitzt sämtliche Ingredienzien, um mit ein paar Handgriffen zum Beispiel am EQ der DAW einen vernünftigen Sound zu liefern.

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