Test
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21.11.2011

Mojave MA-300 Test

umschaltbares Röhrenmikrofon

200 + (O + 8) = 300

MA-200 plus Kugel und Acht gleich MA-300: Nun gibt es also Umschaltbarkeit der Richtcharakteristik bei einem alten Bekannten aus dem Hause Mojave. Nachdem sich das Unternehmen, mit dem illustren Namen David Royer unter den Firmengründern, mit bezahlbaren, aber hochwertigen Mikrofonen verdient gemacht hat, ist neben Röhren- und FET-Klein- und Großmembranern nun das erste umschaltbare Mikrofon im Sortiment der Kalifornier erhältlich. Keine Frage: Das testen wir! Ganz offensichtlich aufbauend auf dem Röhren-Nierenmikrofon MA-200, welches ebenfalls mit Doppelmembran ausgestattet ist, werden hier die beiden Membrane genutzt, um durch Zumischung der hinteren zur vorderen mit unterschiedlichem Pegel und verschiedener Polarität Richtcharakteristika von Kugel bis Acht zu realisieren. Die Gleichung in der Überschrift hinkt übrigens auf mehreren Ebenen: Man ist nicht auf Kugel, Niere und Acht beschränkt, sondern kann auch zwischen sämtlichen Zwischenpositionen  stufenlos wählen.

Wer sich möglicherweise wundert: Es ist bei Kondensatormikros nicht unüblich, auch reine Nieren mit Doppelmembrankapseln aufzubauen. Die rückwärtige Membran übernimmt dabei die Aufgabe eines Laufzeitsgliedes, denn eine unumbaute Membran hat immer die Charakteristik Acht.

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