Percussion Hersteller_Meinl
Test
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03.03.2015

Praxis

Ich habe ein ausgeprägtes Faible für Kleinkram, den man auf das Drumset legen kann. Tambourines, Schellenkränze und Shaker finden bei mir fast immer ihren Weg auf Felle und Becken. Weil aber all diese Dinge nicht primär für das Schlagzeug gemacht sind, ergeben sich Nachteile wie geringe Haltbarkeit (ich zähle nicht mehr, wie viele Holzschellenkränze ich schon durch Stick-Treffer zerstört habe) oder andere Ärgernisse, wenn die Utensilien beispielsweise auf den Fellen hin und her wandern oder gar herunter fallen.

Probleme solcher Art gibt es beim Meinl Ching Ring oder den Backbeat Tambourines nicht: schnell in Position gebracht, bleiben sie dort auch bei kräftigem Spiel. Der Klettverschluss funktioniert gut, ist aber nicht unbedingt vonnöten, die Teile bleiben – zumindest auf Snaredrums – auch ohne in Position. Nutzt man ihn doch, könnte man den Hakenteil (Klett besteht immer aus einem Haken- und einem Flauschteil) etwa dreimal vom Fell ablösen und zum Beispiel auf ein anderes Fell kleben, bevor die Haftwirkung so weit nachlässt, dass man ihn mit dem Tambourine abreißt. Wer die Klettbefestigung regelmäßig nutzt und / oder auf mehreren Fellen nutzen möchte, wird sich also entsprechendes Band nachkaufen müssen. Praktisch ist auch der Knauf, solche Details schätzt man besonders im Live-Betrieb. 

Klanglich sind die Backbeat Tambourines eher dezent, besonders auf sehr hoch gestimmten Snares, die wenig Fellbewegung zulassen. Trotzdem dämpfen sie den Klang der Trommel ziemlich stark, ein Effekt, welcher mir persönlich etwas zu ausgeprägt ist. Dadurch rückt der Sound der Schellen allerdings auch stärker in den Vordergrund. Ich habe ein paar Soundfiles eingespielt, hört am besten selbst.

So klingt das kleine Backbeat Tambourine auf einer zehn Zoll großen Holzsnare. Im darauf folgenden Beispiel werden die die Hi-Hats werden zusätzlich mit dem Ching Ring verziert.

So schlicht der Ching Ring konstruiert ist, so effektiv funktioniert er. Auf stark angewinkelt aufgehängten Becken wandert er in Richtung Beckenfilz, was dem Sound aber keinen Abbruch tut. Klanglich gefällt er mir sehr gut, die Einsatzmöglichkeiten sind wirklich vielfältig. Toll klingt er mit der getretenen Hi-Hat, durch direktes Anspielen auf dem oberen Becken ergeben sich frische  Klangfarben, ohne dass man zu einem anderen Instrument im Drumset wechseln muss. Das könnt ihr euch natürlich auch anhören, bitte schön:

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