Bass Hersteller_Markbass
Test
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11.06.2018

Markbass CMD Super Combo K1 Test

1000 Watt starker Basscombo-Verstärker

Die nächste Combo-Revolution?

Der Frank-Kanadier Alain Caron hat in den frühen 1980er-Jahren mit der Band Uzeb Fusion-Geschichte geschrieben und gehört sicherlich zu den renommiertesten Tieftönern auf diesem Planeten. Der Sechssaiter-Virtuose benötigt für sein komplexes Spiel hochwertige Bassverstärker, die den kompletten Dynamikumfang seiner Instrumente wiedergeben und den Sound möglichst unverfälscht und äußerst hochaufgelöst abbilden können. Mit Marco De Virgiliis - seines Zeichens Chef der italienischen Amp-Schmiede Markbass - fand Alain Caron bereits vor vielen Jahren einen kompetenten Partner für die Entwicklung eines Basscombos, der seinen hohen Ansprüchen gerecht wurde. Die jüngste Version des Alain Caron Signature-Combos hört auf den Namen Markbass CMD Super Combo K1 und verfügt über ein 3-Wege-Lautsprechersystem, das mit einer extrem kräftigen 1000-Watt-Endstufe befeuert wird.

Details

Der hochkant stehende CMD Super Combo K1 ist auffallend schmal gebaut und nimmt deshalb selbst auf kleinen Clubbühnen erfreulich wenig Platz in Anspruch. Das robuste und aus 18 mm dickem Sperrholz gefertigte Bassreflex-Gehäuse misst 37,5 x 69 x 44 cm. Sämtliche Oberflächen wurden mit einem schwarzen Filzbezug versehen, und für den Schutz der acht Ecken sorgen große Kunstoffkappen.

Damit der Signature-Combo komfortabel transportiert werden kann, hat Markbass an beiden Seiten große Griffschalen eingelassen. Die sind auch nötig, denn der Super Combo sieht zwar relativ zierlich und kompakt aus, bringt aber dennoch stattliche 27,1kg auf die Waage. Klar, das ist nicht wenig, durch die schmale Bauweise kann der Combo aber durchaus auch alleine getragen werden, solange der Weg zur Bühne nicht allzu weit ist.

Hinter einem stabilen Stahlgitter sitzt der mit 800 Watt belastbare 12-Zoll-Neodym-Woofer aus dem Hause Markbass, ein ebenfalls von Markbass entwickelter Mitteltöner, der mit bei einer Trenn-Frequenz von 1,5 kHz arbeitet, und schließlich ein Hochtonhorn, das den oberen Bereich ab 5,5 kHz übernimmt. Alain Caron hat sich bei seinem neuen Signature-Combo also offensichtlich für ein 3-Wege-System entschieden, damit der Sound seiner Bässe noch ebenmäßiger und klarer wiedergegeben werden kann.

Um den gesamten Dynamikbereich eine E-Basses übertragen zu können, benötigt ein Combo zudem eine potente Endstufe mit viel Headroom - den stellt das im Hause Markbass entwickelte 1000 Watt starke Class-D-Modul, das im neuen Alain Caron Super Combo zum Einsatz kommt, zweifellos bereit. An die interne Lautsprecher-Konfiguration des Combos gibt die Endstufe immer noch satte 600 Watt ab; die volle Leistung von 1000 Watt wird natürlich nur mit einer passenden Zusatzbox erreicht.

Damit wären wir auch schon beim Verstärkerteil des edlen Markbass-Combos angekommen, der neben seiner brachialen Endstufenleistung noch ein Fülle anderer Features zu bieten hat. So zum Beispiel ein extrem übersichtliches Front-Panel mit klar angeordneten Bedienelementen. Ganz links sitzt der Klinkeneingang für den Bass, darauf folgen der Gain-Regler und eine Clip-LED zum Einpegeln des Basssignals.

Im mittleren Bereich finden wir die Klangzentrale in Form eines Vierband-Equalizers mit den entsprechenden Regler für Bässe, Tiefmitten, Hochmitten und Höhen. Den Master-Regler für die Endlautstärke und den Line-Out-Regler für den Pegel des XLR-Ausgangs hat Markbass auf die rechte Seite der Front platziert. Hier liegt auch ein weiteres EQ-Tool, das wir auch von vielen anderen Markbass-Amps kennen - richtig, es handelt sich um den sogenannten VPF-Regler, mit dem die Mitten bei 380 Hz kontinuierlich abgesenkt werden können.

Alle Anschlüsse auf der Rückseite des Verstärkerteils sind trotz der Gehäusetiefe von 44 cm relativ unkompliziert erreichbar, denn Markbass hat auf der Oberseite eine rechteckige Abdeckung angebracht, die mit einem Handgriff entfernt werden kann. Drückt man den mit Klettband befestigten Deckel nach oben, erhält man Zugang zu den beiden Speakonanschlüssen für die Lautsprecher, zu einem Effektweg mit den entsprechenden Send- und Return-Klinken, zur Tuner-Out-Klinke für den Anschluss eines Stimmgerät, und schließlich zu einem XLR-Ausgang, der das Signal an ein Pult oder das Recording-Equipment weiterleitet. Mit einem kleinen Schalter kann der Line-Out vor oder nach den Equalizer geschaltet werden, und zur Beseitigung von Nebengeräuschen steht ein Groundlift-Schalter zur Verfügung.

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