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22.11.2017

Mackie Thump12A und Thump15A Test

The Next Generation

Mackie präsentiert eine Neuauflage der beliebten Thump-Serie. Die aktiven Beschallungsboxen richten sich an Musiker, DJs und Bands mit überschaubaren Budget. Ob die neuen Thumps das Zeug zum Verkaufsschlager besitzen? Wir haben uns die Thump12A und 15A genauer angesehen.

Details

Nach dem Auspacken wird klar, das Mackie-Design-Team hat Überstunden geschoben, die angestaubte Optik der Vorgänger ist Geschichte: Thump12A und 15A erobern mit eleganter Optik die Bühne. Das mattschwarze Kunststoffgehäuse wird auf der Vorderseite von einem vollflächigen Lautsprechergitter samt dahinter liegendem Akustikvlies verdeckt. Das Gehäuse wirkt robust und verfügt über drei Griffe.

Durch den Hochständerflansch kann die Box auf einer Distanzstange oder einem Lautsprecherstativ Platz nehmen. Trotz der symmetrischen Gehäuseform verfügen die neuen Thump-Modelle über eine 45-Grad-Monitorschräge, lassen sich also als Bühnenmonitor einsetzten. Die Tops können zudem auf der Seite (0 Grad) liegen, womit sie sich auch als Frontfill für die ersten Publikumsreihen eignen.

Ein Blick ins Innere der Boxen zeigt, dass die Gehäuse zwar verstrebt sind, aber mit nur wenig Dämmmaterial befüllt wurden. Bei den Treibern handelt es sich um einfache Schallwandler mit Ferritmagneten. Das Aktivmodul residiert in einem eigenen Gehäuse und kommt ohne Lüfter aus.

Das Aktivmodul ist mit zwei Endstufenblöcken ausgestattet. Dabei werden die Tieftöner mit 1.000 Watt und die Hochtöner mit 300 Watt Peak befeuert. Die Ansteuerung der Treiber übernimmt ein DSP, auf den der Anwender allerdings keinen Zugriff hat. Immerhin lassen sich vier feste Sound-Presets abrufen: Music, Live, Mon und Sub.

Wie diese Presets den Sound verändern, lässt sich an den aufgedruckten Frequenzverläufe auf dem Gehäuse erkennen. Music richtet sich an die DJ-Fraktion, da hier Bass und Höhen angehoben und die Mitten abgesenkt werden. Live ist für die lineare Wiedergabe gedacht, während Mon Frequenzen absenkt, die im Monitorbetrieb gerne zum Koppeln neigen. Das Sub-Preset sollte zum Einsatz kommen, falls simultan Subwoofer werkeln.

An den beiden Combobuchsen-Eingängen lassen sich Line- und Mikrofonsignale anschließen. Instrumente wie Gitarre und Bass können ebenfalls direkt andocken. Für die Singer-Songwriter Fraktion eine gute Sache: Die Akustikgitarre belegt den ersten, das Gesangsmikrofon den zweiten Kanal. Besitzt man weitere Boxen, lassen sich diese über die Mix-Out-XLR-Buchse mit dem gleichen Mix versorgen. Als letztes Feature lässt sich die grüne Status-LED auf der Vorderseite ein- oder ausschalten. Damit diese leuchtet, muss die Box über ein Kaltgerätekabel mit Strom versorgt werden. Über das Wohlbefinden der Thumps soll eine einsame Limiter-LED auf der Rückseite Auskunft geben.

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