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Test
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03.05.2014

Mackie MR6 MK3 Test

Aktiver Studio Nahfeldmonitor

Runde Drei!

Mackie hat seine günstige und aktive Nahfeldmonitor-Serie MR überarbeitet, was an dem Namenszusatz MK3, ausgesprochen „Mark Drei“, erkennbar wird. Diese besteht jetzt sogar aus drei Modellen, welche sich natürlich in Größe und Leistung unterscheiden. Preislich geht es dabei mit der kleinsten Variante namens MR5 MK3 los, die mit einem 5-Zoll Tieftöner und 50 Watt Leistung ausgestattet ist. Das größte Modell hingegen ist wieder eine 8-Zoll Variante mit 85 Watt Leistung, welche sich entsprechend Mackie MR8 MK3 nennt. Neu ist allerdings, dass es auch ein mittleres Modell gibt, was mit einem 6,5-Zoll Treiber und 65 Watt Leistung  ausgestattet ist - und dieses soll unser heutiger Testkandidat sein.

Die Vorgänger, die nun auch durchaus günstiger zu finden sind, hatten wir selbstverständlich auch schon im bonedo-Test, ihr findet sie hier: Mackie MR5 MK2 und Mackie MR8 MK2. Aber auch das erfolgreiche, wenn auch deutlich teurere, Topmodell mit Passiv-Membran-Technik namens Mackie HR824 MK2 hatten wir schon im Test!

Details

Die Mackie MR6 MK3 ist ein aktiver 2-Wege Nahfeldmonitor, der mit einem 6,5 Zoll großen Tieftontreiber (Woofer) aus Polypropylen und einem 1 Zoll großen Silk-Dome Hochtöner ausgestattet ist. Letzterer wurde in ein dezentes Waveguide-System des Frontbaffels integriert, was mit seinen nach außen führenden Rundungen für eine homogenere Schallkoppelung an das Gehäuse sorgen und uns damit eine Erweiterung des "Sweet Spots" sowie weniger Verzerrungen bescheren soll

Das Gehäuse der MR6 MK3 besteht überwiegend aus dickem MDF, welches der Optik zuliebe mit schwarzem Vinyl foliert wurde und ein aufwendig-geformtes Front-Panel bzw. Baffel besitzt. Optisch erinnert das Erscheinungsbild durchaus an die Vorgänger, wirkt für meinen Geschmack allerdings moderner, vor allem aber deutlich höherwertig verarbeitet, wogegen natürlich absolut nichts einzuwenden ist.

Mit Abmessungen von 323 x 222 x 305 mm (HxBxT) passen die MR6 MK3 Lautsprecher weiterhin eher auf den großzügig dimensionierten Schreibtisch. Besser ist es aber immer noch, sie auf separaten Stativen Platz nehmen zu lassen, weshalb man für diese gleich den ein oder anderen Taler mit einplanen sollte. In beiden Fällen sollte allerdings darauf geachtet werden, dass ein ausreichend großer Abstand zur (Rück-)Wand eingehalten wird, weil die Box nach dem Bassreflex-Prinzip konstruiert wurde und sich ihr Port auf der Rückseite befindet. Jeder Lautsprecher bringt übrigens in etwa 7 kg auf die Waage, was als guter durchschnittlicher Wert angesehen werden darf.

Die Frequenzweiche trennt die beiden Wege bei 3,25 kHz (24 dB/Oktave) recht steil voneinander. Energetisch versorgt werden die beiden Treiber logischerweise getrennt (Bi-Amping) und zwar von je einer Class A/B Endstufe, wobei der Tief/Mittelton-Leistungsbereich mit 40 Watt an 4 Ohm und der des Hochtöners mit 25 Watt an 8 Ohm beziffert werden. Das sind ehrliche und vor allem realistische Werte, die nicht mit aufgeblasenen Peak- oder Max-Werten anderer Hersteller verglichen werden sollten. Sogar der Übertragungsverlauf wurde korrekt, das heißt innerhalb der -3dB-Marken, angegeben und wurde für die MR6 MK3 konkret mit 46 Hz bis 20 kHz beziffert.

Auf der Rückseite befinden sich, neben der bereits erwähnten Bassreflex-Öffnung, auch die Anschlussmöglichkeiten. Zum einen können symmetrische Verbindungen mittels XLR und 6,3 mm Klinken vorgenommen werden, zum anderen besteht die Möglichkeit, sich auch unsymmetrisch und mit Cinch zu verbinden, sodass man sich grundsätzlich überall integrieren kann. Mit Hilfe von zwei separaten, dreistufigen Filtern können die MR6 MK3 aber auch akustisch an den jeweiligen Raum angepasst werden, wobei hierfür ein Bassfilter für unter 100 Hz sowie ein Höhenfilter ab 3,25 kHz zur Verfügung stehen.

Der aufmerksame Leser wird bemerken, dass es sich bei dem Kennwert des HF-Filters identischerweise um die Trennfrequenz handelt, was nahelegt, dass das „Höhenfilter“ nur die Lautstärke des Hochtöners relativ zum Woofer ändert, wobei hier -2dB, 0dB und +2dB möglich sind. Der Bassbereich hingegen kann mittels Shelving-Filter, das unter 100 Hz ansetzt, angepasst werden - allerdings leider nur in eine Richtung und zwar anhebend mit 0dB, +2dB und + 4dB.

Abgerundet wird das rückseitige Terminal durch einen Lautstärkeregler sowie einen Hauptschalter nebst Stromanschluss und Sicherung. Zur Vorbeugung von ungewollten Überlast-Defekten verfügt die MR6 MK3 außerdem über die folgenden Schutzschaltungen: Zum einen wurde ein 12 dB/Oktave Low-Cut-Filter verbaut, was den Speaker vor zu tiefen Frequenzen und übermäßigen Auslenkung des Tieftöners schützen soll, zum anderen wurden thermische Überlastschaltungen verbaut. Allzu übertreiben sollte man es dennoch nicht.

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