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Test
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08.04.2016

Ludwig Supralite 15x5 Snare Test

Stahl Snaredrum mit 15 Zoll Durchmesser

Supra light?

Die Schlagzeugmarke Ludwig hat sich, wie kaum eine zweite, ihren Platz im weltweiten Trommelolymp gesichert. Von temporären Tiefs gebeutelt, hat sie es dennoch immer wieder geschafft, sich durch neue Produkte und mit Hilfe ihrer eindrucksvollen Geschichte auf dem Markt zu behaupten. Einen großen Anteil am Erfolg der im amerikanischen Monroe beheimateten Firma haben nicht zuletzt die berühmten Snaredrums. Supraphonic, Super Sensitive und Acrolite heißen die mit nahtlosen Aluminiumkesseln seit Jahrzehnten fast unverändert gebauten Trommeln. Ihre enorme Verbreitung durch die Produktion hoher Stückzahlen hat ihrem Image dabei keinen Schaden zugefügt, im Gegenteil. 

Während der geneigte Trommler für eine neue Supraphonic aus „Ludalloy“ (Aluminium) mittlerweile mindestens 650 Euro auf den Tresen des Musikladens legen muss, bringen es alte Messingmodelle des Typs Black Beauty teilweise sogar auf Preise jenseits der 2000 Dollar. Fans der seltenen 15er Größe gingen bis vor kurzem komplett leer aus, wenn es eine Ludwig Snare aus Metall sein sollte. Das hat sich mit der Supralite Serie geändert, zum günstigen Kurs bietet der Hersteller seit 2012 vier Stahl-Snares im klassischen Look an, die sich erstaunlich wacker schlagen, wie ihr im Test der ganzen Palette nachlesen könnt. Für unser 15 Zoll Snaredrum-Special haben wir uns die 15“x5“ nochmal ganz genau angesehen und angehört.  

Details

Tube Lugs sorgen für ein elegantes Erscheinungsbild

Schick sieht die Snaredrum aus, damit fällt sie in jene Kategorie von Produkten, denen man allein aufgrund des optischen Erscheinungsbildes einen höheren Preis zutrauen würde. Zehn Tube Lugs aus verchromtem Messing zieren den einen Millimeter starken, nicht nahtlos gezogenen Stahlkessel. Unterlagen aus Kunststoff sucht man übrigens an der gesamten Trommel vergeblich, und auch die Stimmschrauben besitzen nur Metall-Unterlegscheiben. Eine mittig um den Kessel laufende Sicke soll Stabilität erzeugen, der Blick durchs Resonanzfell offenbart, dass die Gratung durch eine normale Bördelung der Kesselränder nach innen erzeugt wird. Er offenbart allerdings auch eine teilweise etwas rustikale Verarbeitung, sieht man von der durchaus gelungenen Verchromung mal ab. Der Nahtstelle scheint es egal zu sein, dass man sie – zumindest von innen – deutlich sieht, kleine Unebenheiten und Kerben hier und da scheinen den Preisvorgaben geschuldet zu sein.

Dramatisch ist das alles nicht, man sollte allerdings keine zu große Detailverliebtheit erwarten. Zur Verteidigung des Testexemplars sei vorgebracht, dass auch mehrfach teurere Ludwig Snares mitunter recht eigenwillig verarbeitet sind. Dreifach geflanschte Spannreifen, eine simple, einseitig regulierbare Abhebung und ein schönes Typenschild mit Ludwig-Krone und der berühmten „Blue/Olive“-Farbkombination runden den traditionellen Gesamteindruck ab. Das Resonanzfell zeigt keinerlei Aufdruck, auf dem einlagigen, weiß beschichteten Schlagfell findet sich immerhin ein Ludwig-Logo. Auf der Unterseite der Trommel verrichtet ein optisch hochwertig wirkender, messingfarbener Snare-Teppich mit 20 Spiralen seinen Dienst.

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