Hersteller_Ludwig Drumkit_kompakt_Ludwig_breakbeats
Test
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12.02.2014

Ludwig Breakbeats Drumset

Kesselsatz

„...as long as the bassline's pumpin...“

Das Ludwig "Breakbeats" Kit aus unserem Test ist ein handlicher, portabler Kesselsatz, konzipiert im aktuellen Trend der Mini-Kits, für den Gig auf engem Raum oder die spontane Jam-Session zwischendurch. Bei Markteinführung wurde das Schlagzeug mit einer ansprechenden Marketing-Kampagne durch das Video des Namensgebers Ahmir "Questlove" Thompson vorgestellt.

Questlove ist seit vielen Jahren einer der absoluten Groove-Götter. Durch sein Spiel in der Band "The Roots" brachte er Hip-Hop Drumming mit "human feel" aber maschineller Präzision auf ein komplett neues Level. Die erste Auslieferung der Breakbeats Schlagzeuge ging dementsprechend weg wie warme Semmeln. Ein günstiger Anschaffungspreis, gepaart mit einem bekanntem Namensgeber dahinter, und fertig ist die Gartenlaube? Höchste Zeit für bonedo, herauszufinden, was dran ist am Hype um das kleine Gerät.

Details

Das gesamte Set kommt verpackt in einem Karton ins Haus. Beim Auspacken finde ich die 14x5 Zoll große Snaredrum und das 10x7 tiefe Hängetom bereits fertig zusammengebaut und lose vorgestimmt. Nur die 16x14 Zoll große Bassdrum und das 13x13 Zoll tiefe Standtom wollen noch mit den dafür vorgesehenen Fellen bestückt werden. Bei den Kesseln handelt es sich laut Ludwig um siebenlagige "Hardwood"-Kessel, die dem chinesischen Werk entstammen, in dem auch die Ludwig "Element"-Serie gebaut wird. Die Angaben zum Holz des "Breakbeats"-Kits widersprechen sich allerdings im Internet. Einerseits heißt es Basswood, also Lindenholz, eine andere Quelle gibt Poplar - also Pappelholz - an. Beide Hölzer sind hell und eher weich und werden im fernöstlichen Schlagzeugbau für günstige Trommeln diverser Hersteller verbaut. Aber, wer klingt, gewinnt, deshalb lasse ich die Holzdiskussion erst einmal außen vor und schaue mir die Kessel genauer an. Überall findet sich eine 45-Grad-Gratung mit leichtem Gegenschnitt, der in einigen Fällen etwas grob und faserig ausfällt. Die Kessel sind allesamt plan und rund, es finden sich aber hier und da leichte Dellen in den Gratungen, die mit dem Finger zu ertasten sind.

Die glitzernde Folie unseres Test-Sets heißt Azure Sparkle, ist ziemlich dünn, aber plan auf allen Kesseln verklebt und mit sehr leichten Toleranzen auch sauber an den Ober- und Unterseiten abgetrennt. Die Typenschilder auf allen Kesseln sind lediglich aufgeklebt ("Sammeln Sie auch die Sticker?") und weisen gut sichtbar auf Questlove und Ludwig hin. Als Spannreifen fungieren auf der Snaredrum und den Toms geflanschte Stahlspannreifen, auf der Bassdrum gibt es zwei Kunststoff-Reifen mit einem folierten Inlay im "vintage look". Die Böckchen des "Breakbeats" sehen aus wie Miniatur-Ausgaben der charakteristischen Ludwig-Lugs, und auch an der Anzahl wird nicht gespart. Ich finde jeweils acht Böckchen pro Seite an Bassdrum und Snaredrum, und sechs pro Seite an den beiden Toms.

Das komplette Kit ist mit Remo UX Fellen aus der chinesischen Produktion bestückt. Es handelt sich um zweilagige Pinstripe-Varianten auf den Tom-Toms und vorgedämpfte Ausführungen in Powerstroke 3-Manier auf beiden Seiten der Bassdrum. Die Resonanzfelle der Toms sind dünne, transparente Exemplare ohne Aufdruck. Die Snaredrum hat ein beschichtetes, einlagiges Schlagfell, sowie einen 20-spiraligen Stahlteppich, der mit Kunsstoffbändern gehalten wird. Die Teppichabhebung ist einfach, aber funktional gestaltet und verrichtet zuverlässig und leichtgängig ihren Dienst Das weitere Zubehörpaket ist sehr übersichtlich, ich finde noch drei Beine für das Floortom, den Bassdrum-Riser, um die Bassdrum auf die richtige Schlägelhöhe zu bringen, sowie einen per Kugelgelenk justierbaren Tomhalter, der obendrein noch die Möglichkeit bietet, auf der Rückseite einen Beckenarm oder ein ähnliches Accessoire zu befestigen.

Obendrauf gibt es noch ein schwarzes Taschen-, oder besser gesagt Hüllen-Set mit aufgedrucktem Ludwig-Logo. Dessen Schutzfunktion beschränkt sich vor allem darauf, den Staub von den Trommeln fern zu halten.

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