Test
5
11.03.2019

Louder Partybag Mini 2 Test

Akkubetriebener Aktivlautsprecher

Party-Rucksack mit MP3-Player

Wer unterwegs und mit Freunden Musik hören oder Sprach-, Gesangs- und DJ-Einlagen darbieten möchte, hat in Sachen Beschallungssystem zahlreiche Auswahlmöglichkeiten. Angefangen mit kleinen Bluetooth-Speakern wie JBLs Flip und UE Boom über mittelgroße Ghettoblaster der Moderne von JVC, AUNA und Co. bis hin zu ausgewachsenen Trolley-PAs vom Schlage einer the box MBA120W oder eines Denon Professional Audio Commander, mit integriertem Mischpult und Instrumenteneingängen, mit Teleskopgriff zum Hinterherziehen. Oder wie wäre es  mit einem dB-Monster wie der Soundboks, koppelbar mit weiteren Einheiten? An den Herstellern soll‘s nicht liegen, der Markt bietet etliche akkubetriebene Lautsprechersysteme für jeden Geldbeutel.

Die italienische Firma Louder S.R.L. möchte in puncto „Mobilität“ einen drauflegen und integriert die Lautsprecher samt Verstärkereinheit und Schnittstellen direkt in den Rucksack, der dann dank integriertem Akku tönt. Gibt’s in Standard- und Mini-Ausführung. Letztgenanntes Modell „Partybag Mini “ 2" ist Gegenstand dieses Testberichts. 

Details

Partybag Mini ist ein Rucksack mit integriertem Class-D-Verstärker und Lautsprechern, der es euch erlaubt, Musik via Bluetooth abzuspielen, per Klinkeneingang zuzuführen oder den integrierten MP3-Player zu nutzen. Das Zweiwege-System kommt laut Datenblatt auf eine Leistung von 50 Watt RMS, wiegt moderate 2.4 kg und misst 48 x 30 x 20 cm. Zum Lieferumfang gehören neben dem Rucksack selbst noch ein Manual, etwas Werbung und ein Lade- sowie Miniklinkenkabel.

Im Gegensatz zu der großen, 100 Watt starken Partybag 6 für 599 Euro kostet das Mini-System mit aktuell 299 Euro nur knapp die Hälfte. Es wird auch nicht der ganze Platz für das Soundsystem verwendet, sondern hier ist nur der untere Teil mit Elektronik „belegt“, daher könnt ihr könnt noch Utensilien im Backpack verstauen.

Partybag Mini ist silber, gelb, orange, lila, pink, bordeaux und schwarz erhältlich. Die Fertigungsmaterialen sind Cordura (spezielles Polyamidgewebe) und Polyester. Vorn ist der Logo-Schriftzug zu sehen, die italienische Flagge prangt an der Seite.

Die Schulterriemen sind in der Länge verstellbar und etwa 70 Millimeter breit, wobei der gepolsterte Teil etwa 47 Millimeter beträgt. Der Rucksack wirkt auf mich in der Summe widerstandsfähig, die Gurte sind gut vernäht und er sollte somit nicht weniger langlebig sein als gängige Backpacks.

Außentasche

Es gibt ein etwa 20 x 15 cm großes Fach an der Vorderseite, passend beispielsweise für Smartphone, Portemonnaie, Kopfhörer-Adapter, USB-Stick, Kabel, etc. das mittels Reißverschluss geschlossen wird, sich jedoch nicht gegen unerlaubten Zugriff sichern lässt, was auch für den Rest des Rucksacks gilt. Weitere Außenfächer sind nicht vorhanden. Auch fehlt ein simpler angenähter oder ein via Klettstreifen abnehmbarer Maschennetz-Getränkehalter – das ist schade.

Staufächer im Innenbereich

Öffnet man die Partybag über den Schnappverschluss, lässt sich erkennen, dass der Innenraum in zwei Bereiche aufgeteilt ist. In die Verschlusskuppel hätte man vielleicht noch ein innenliegendes Fach oder eine Gitternetztasche einlassen können – beispielweise für einen Kopfhörer. So muss alles mit in die beiden „Hauptfächer“. Hier empfinde ich die Polsterung zum Rücken als durchaus in Ordnung, das vermeintliche „Laptopfach“ bzw. die Plane, die als Trennwand zum Hauptstauraum dient, jedoch als etwas zu wenig gepolstert, auch wenn das dünne Material ziemlich widerstandsfähig zu sein scheint. Dazu auch ein Fotovergleich mit meinem NAMBA Remix Backpack, wo sich das MacBook deutlich sicherer aufgehoben fühlt. 

Zurück zur Partybag: Mein 13-Zoll-Macbook passt in das „Laptopfach“ gut rein, das 15-Zoll-Notebook steht allerdings deutlich über und ist somit zu groß für das Fach. Vorn ginge es wohl schräg hinein, aber das ist keine gute Lösung. Außerdem wirkt sich dies negativ auf das Gleichgewicht des Rucksacks aus, wenn man ihn abstellt, nur am Rande erwähnt.

Aber genug der Laptops, schauen wir mal, was man so zum Jammen mitnehmen könnte. Das Fassungsvermögen für eure Dinge des täglichen Bedarfs beträgt 16 Liter. Hier passen sowohl Maschine, Volca, oder Circuit rein, dazu iPad, DJ-Headphone etc. Das wäre kein Problem. Auch ein kleinerer DJ-Controller wie der Hercules DJ Control Inpulse 200 ließe sich transportieren, ein NI S2 MK3 hingegen nicht mehr.

Doch warum sollte man eigentlich zu einem 299-Euro-Bag wie diesem greifen, wenn man locker die JBL Flip in den Getränkehalter eines Standardrucksacks packen könnte? Nun, etwas flexibler ist man mit der Partybag schon aufgestellt …

1 / 3
.

Verwandte Artikel

User Kommentare