Test
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10.07.2019

Lewitt LCT 040 Match Test

Kleinmembran Kondensatormikrofone Stereoset

Eins wie das andere

Zwei neue Kleinmembran-Kondensator-Mikrofone zur Aufnahme von Instrumenten hat die österreichische Firma Lewitt auf der Namm Show 2019 vorgestellt. Eines davon wird auch als Stereopärchen angeboten, welches auf den Namen Lewitt LCT 040 Match hört und uns zum Test zugeschickt wurde. Mit dem Tennis-Match hat das natürlich nichts zu tun, es bedeutet vielmehr, dass man bei Lewitt auch in der preislichen Einsteigerklasse den technischen Aufwand betreibt, möglichst identische Exemplare zu Stereosets zusammen zu stellen.

Die Idee hinter dem Matching ist, aus einem großen Pool frisch gefertigter Mikrofone jene Paare zusammen zu stellen, die in puncto technischer Paramter wie Output und Frequenzgang möglichst nahe beieinander liegen. Lewitt betont, dass diese Praxis eventuelle Phasenprobleme eliminiert und so für besser klingende Stereoaufnahmen sorgt. Wir haben uns die erstaunlich kleinen Mikrofone am Schlagzeug und der akustischen Gitarre angehört. 

Details

Sehr klein und sehr leicht

Wie auch die teureren und größeren Schwestermodelle vom Typ LCT 140 Air, kommen die 040 Match in einem kompakten Karton im schwarz-grünen Lewitt-Look. Der Unterschied ist, dass im Fall der Testexemplare zwei Mikros in der Verpackung Platz finden. Und vermutlich könnten es auch vier oder sechs sein, denn mit 8,5 Zentimetern Länge fallen die Teile wirklich außergewöhnlich kompakt aus. Knappe 45 Gramm wiegt eines. Zum Vergleich: Einer der beiden einfachen Kunststoff-Halteclips mit eingeschraubtem EU-Verkleinerungsgewinde wiegt ebenfalls fast 50 Gramm. Der Grund für diesen Hauch von Nichts liegt einerseits in der technischen Bauweise ohne Transformator, zweitens am Aluminiumgehäuse und ist drittens dem Umstand geschuldet, dass die LCT 040 Match keinerlei Zusatzausstattung besitzen. Auf Pads, Low Cuts oder gar Klangformung wie beim LCT 140 Air , muss der 040-User verzichten. 

Die Nierenkapsel teilen sich unsere Testmodelle allerdings mit den teureren Geschwistern. Sie ist permament polarisiert, wir haben es also mit Elektret-Mikrofonen zu tun. 135 dB Grenzschalldruckpegel verdauen die kleinen Kerle, 18,8 mV/Pa Empfindlichkeit sind ebenfalls ein sehr guter Wert. Das auf der Lewitt Webseite bereitgestellte Frequenzdiagramm zeigt einen unterhalb von 200 Hertz langsam abfallenden Pegel, zwischen 200 und 4000 Hertz verläuft die Kurve relativ linear, um danach gleichmässig bis zu einem Peak bei 12500 Hertz anzusteigen. Zu erwarten ist also ein tendenziell schlanker, nach oben hin präsenter Klang. Besonders in anbetracht des versprochenen Matchings wären individuelle Diagramme für beide Mikros noch interessant gewesen. Neben den angesprochenen Haltern finde ich im Karton noch zwei Windschutze, eine Anleitung samt Garantiekarte sowie eine einfache, mittig unterteilte Kunststofftasche. Hören wir uns nun mal an, was die unscheinbaren Gesellen so können.

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