Gitarre Hersteller_Joyo
Test
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17.03.2021

Joyo Zombie II Test

Verstärker für E-Gitarre

High-Gain für Untote

Mit dem Joyo Zombie II stellt der chinesische Hersteller einen Nachfolger des von uns bereits getesteten Zombie Mini Amps aus der Bantamp-Serie vor, der mit einigen Neuerungen und zusätzlicher Ausstattung aufwarten kann.
Was vor allem ins Auge sticht, sind die getrennten Regelmöglichkeiten für die beiden Kanäle, die jetzt auch per Fuß geschaltet werden können. Der mit einer Röhrenvorstufe bestückte Joyo Zombie II bewegt sich klanglich eher in hart rockenden Gefilden, und was er dort zustande bringt, wird der folgende Test zeigen.

Details

Zum Lieferumfang gehören ein externes Netzteil, ein Fußschalter zur Kanalumschaltung sowie ein passendes Klinkenkabel zum Anschluss des Schalters an den Amp. Eine Bedienungsanleitung liegt ebenfalls bei, die sich aber auch von der Herstellerwebsite des 2014 gegründeten Unternehmens herunterladen lässt.
Farblich orientiert sich der kleine Zombie II an seinem Vorgänger, er besitzt ebenfalls ein schwarz/graues Metallgehäuse mit den Abmessungen von 163 x 110 x 140 mm und ist damit exakt genauso groß beziehungsweise klein wie das Vorgängermodell. Seitens der Verarbeitung gibt es bei dem 1081 Gramm wiegenden Verstärker nichts zu bemängeln, ganz im Gegenteil macht er einen ausgesprochen robusten Eindruck.

Das aus zwei Teilen zusammengesetzte Gehäuse besitzt auf der Oberseite Lüftungsschlitze, die die verbaute 12AX7 Vorstufenröhre mit Frischluft versorgen. Verstärkt wird der Sound von einer 20 Watt Solid-State-Endstufe. Für den Transport steht ein Metallbügel bereit und sobald der Amp abgestellt wird, ruht er auf vier Gummifüßen. Im Vergleich zum Vorgängermodell besitzt unser Testamp zwei Reglerreihen, wobei beide, zumindest was die Benennung anbetrifft, identisch ausfallen und das individuelle Einstellen des Clean- und des Overdrive-Kanals bereitstellen. Mithilfe von Gain, Tone und Volume kann am Sound gefeilt werden, wobei der Tone-Regler die Höhen bedämpft beziehungsweise nach rechts gedreht hinzufügt. Ein kleiner Kippschalter wählt zwischen den beiden Kanälen, eine Funktion, die aber auch der mitgelieferte Fußschalter verrichtet, der in einem stabilen Metallgehäuse sitzt. Ist der cleane Kanal angewählt, leuchtet eine grüne LED, der Overdrive-Kanal wird von einer roten LED angezeigt.

Unterhalb des Wahlschalters befindet sich ein weiterer Kippschalter, der mit Bluetooth beschriftet ist und eine drahtlose Verbindung mit einem Bluetooth-fähigen Gerät wie beispielsweise einem Smartphone oder einem Computer ermöglicht. Wird die Bluetooth-Schnittstelle am Amp aktiviert, erscheint er im Auswahlfenster des sendenden Geräts und wird gekoppelt, sobald der Name des Verstärkers angewählt wird.
So lässt sich ganz einfach Musik über den Zombie II abspielen, zu der nach Herzenslust gejammt oder geübt werden kann.

Rückseite:

An der Rückseite ist links die Bluetooth-Antenne zu sehen, direkt daneben die Netzteilbuchse des mitgelieferten Stromspenders. Die Lautsprecher-Ausgangsbuchse befindet sich natürlich auch hier hinten und erlaubt den Anschluss einer 8- oder 16-Ohm-Box.
Es folgt ein Kopfhöreranschluss, der ein frequenzkorrigiertes Signal ausgibt und den angeschlossenen Lautsprecher stumm schaltet, sobald ein Kopfhörer eingesteckt wird.
Und last, but not least besitzt der kleine Amp auch einen Effekt-Einschleifweg, sehr schön!

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