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24.10.2018

JBL 705P Test

Aktiver Studiomonitor aus der Master Reference Monitors 7 Series

Platzsparende Präzision für das Projektstudio von heute

JBL Professional  bietet mit dem 705P einen aktiven Studiomonitor, der sich ideal für moderne Musikproduktion und Post Production eignet. Im Unterschied zum 705i kommt die P-Variante mit eigenem Verstärker, Digitaleingang und integrierten Funktionen zur Anpassung an die Umgebung.

Viele kennen JBL als HiFi-Marke, weil der Hersteller mit Kopfhörern, Car-HiFi und tragbaren Bluetooth-Boomboxen sehr präsent ist. Dass sich die Profiabteilung JBL Professional mit dem aktuellen Spitzenmodell M2 und einer langen Geschichte an wegweisenden Studiolautsprechern nicht zu verstecken braucht, wissen Tonstudiomenschen aber natürlich längst. Die großen Zeiten, in denen riesige JBL-Systeme in etlichen namhaften Tonstudios anzutreffen waren, sind aber lange her. Viele Jahrzehnte lang war der prominenteste Hingucker der Studiosparte das Modell Control One, das eine zwar äußerst erfolgreiche, aber weniger glamouröse Zweitkarriere als extrem preiswerte Gastronomiebeschallung hingelegt hat.

Der JBL 705P aus der "Series 7 – Master Reference Monitors"-Serie räumt damit überzeugend auf, nicht zuletzt dadurch, dass ein paar der Technologien, die im Flaggschiff M2 stecken, verbaut wurden, wie auch schon bei den JBL LSR-305 und LSR-308. Sowohl am Design als auch am Klang ist der Wille der Ingenieure deutlich zu erkennen, ein zeitgemäßes und hochwertiges Produkt zu gestalten.

Details

Der Aktivlautsprecher JBL 705P macht einen hochwertigen Eindruck

Das Gehäuse des JBL 705P Master Reference Monitors ist aus schwarz beschichtetem Birkenholz gefertigt, die Front besteht aus schwarzem Kunststoff, in den hinter einem Metallgitter der Basstöner 725G und darüber (in einem etwas zurückgesetzten und von JBL als revolutionäre Entwicklung angepriesenen Waveguide) der Hochtöner 2509H eingelassen ist. Außerdem befindet sich auf der Vorderseite eine Bassreflex-Öffnung und eine LED zur Anzeige des Zustandes. Dahinter verbirgt sich ein Haufen Technik auf engem Raum: Innerhalb der Dimensionen eines Sixpacks tummeln sich zwei 250W-Verstärker, ein Prozessor für die Klangbearbeitung sowie AD- und DA-Wandler.

Die Rückseite bietet analoge und digitale XLR-Anschlüsse und eine Netzwerkverbindung für die Anbindung an Harman HiQnet, wodurch die Equalizer- und Delay -Funktionen des Lautsprechers per Software vernetzt und ferngesteuert werden können.

Die Konfigurationsmöglichkeiten des JBL 705P sind komfortabel

Über den Audioanschlüssen befindet sich neben dem Stromanschluss eine einfache Steuerungseinheit, die aus Jogwheel, drei Tastern und einem einfachen Display besteht. Hier können alle Klangeinstellungen direkt am Gerät vorgenommen werden. Da gibt es eine Vielzahl von Optionen, den Aktivmonitor an seinen Aufstellungsort anzupassen. Neben der Wahl des Eingangs und einem Pegeltrimmer finden sich dort auf Kompensation ausgerichtete Equalizer, ein Delay zur Video-Synchronisation und ein Delay zum Einrichten einer Konfiguration mit mehreren Lautsprecher in unterschiedlichem Abstand zur Hörposition. Das alles kann als Preset gespeichert werden, außerdem kann man dem Lautsprecher einen Namen geben und die LED auf der Frontseite ausschalten – die Entwickler bei JBL haben offenbar an alles gedacht.

Dank der geringen Größe passt der JBL 705P in jeden Regieraum

Der erstaunlich große Frequenzbereich von 40 Hz bis 36 kHz und der nicht eben geringe Preis machen zwar durchaus einen Anspruch auf eine Rolle als Hauptabhöre geltend, die kompakte Größe des JBL 705P ermöglicht aber eine bequeme Positionierung neben anderen Lautsprechern, Displays oder was sonst so herumsteht. Mit knapp 27 cm Höhe und 15 cm Breite dürfte der Aktivlautsprecher schwer einen Ort finden, für den er zu groß ist. Das Design ist dabei dezent modern und zielt auf ein unauffällige Erscheinungsbild in digitalen Produktionsumgebungen ab.

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