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Test
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25.03.2019

IK Multimedia Sample Tank 4 MAX Test

Sampler-Instrument

Der Panzer rollt!

Details

Drei Versionen

Sample Tank ist ein umfangreich ausgestatteter Sample-Player, der akustische, elektrische und synthetische Instrumente abdeckt. Der Klanglieferant läuft standalone oder als Instrument-Plugin unter macOS und Windows in den Formaten, VST, AAX und AU. IK Multimedia hat den Panzer zu drei Paketen geschnürt, die mit mehr oder weniger Sounds ausgestattet sind. Der Funktionsumfang des Samplers selbst ist in allen drei Varianten identisch. Sample Tank 4 ist in den folgenden drei Versionen erhältlich:

  • Sample Tank 4 SE: über 30 GB Samples, 2.000+ Sounds 
  • Sample Tank 4: über 100 GB Samples, 6.000+ Sounds
  • Sample Tank 4 MAX: über 250 GB Samples, 8.000+ Sounds

 

Neue Editing-Features

Sample Tank 4 ist mit vielen Neuheiten, die einen tiefen Eingriff ins Klanggeschehen ermöglichen, versehen. Zunächst einmal besitzt der Sampler drei neue Engines: Stretch, Pitchshift/Timestretch und Resampling. So können beispielsweise Loops, die nicht zum Tempo oder Grundton des Songs passen, dementsprechend justiert werden.

Der Sample-Player ist multitimbral und kann pro Instanz bis zu 16 Sounds laden, die sich layern oder splitten lassen. Pro Sound stehen zwei LFOs, zwei zuweisbare ADSR-Hüllkurven, ein Filter mit 16 Filtertypen und vier Play Modi (Poly, Mono, Legato1, Legato2) zur Klangbearbeitung bereit.

Mehr Matrix, mehr Mixer, mehr FX

Der Mixer verfügt entsprechend über 16 Kanäle (einer pro Soundslot), in die sich jeweils fünf Insert-Effekte laden lassen und zur weiteren Bearbeitung auf eine der vier zusätzlichen Subgruppen geschickt werden können. Das erlaubt umfangreiche Layerings, zumal es sich bei den 70 Effekten um die hochkarätigen Prozessoren aus der T-Racks Mastering-Suite und der Amplitube Gitarrenamp-Emulation handelt. Darunter sind viele Nachbildungen bekannter Hardware-Klassiker sowie Eigenkreationen aus dem Hause IK Multimedia. Die Modulationsmatrix erlaubt bis zu 16 Verbindungen, in denen nahezu alle Parameter gekoppelt werden können. Als Modulationsquelle können “externe“ Parameter, wie Mod Wheel, Pitch Bend oder „interne“, wie etwa Envelopes, LFOs und mehr dienen.

Fortschrittliche Kompositions- und Spielhilfen

Beim Spielen und Komponieren können Sample Tanks Arpeggiator, Strummer und Phraser unter die Arme Greifen. Der Arpeggiator kann in bis zu 32 Steps mit Velocity-, Tonhöhen- und Chord-Werten programmiert werden. Letztere Option ermöglicht es, pro Step auch Dreiklänge statt Single Notes zu spielen.

Der Strummer bildet, wie der Name schon sagt, Strummings nach, was beispielsweise bei Gitarren- oder Pianosamples für authentische Ergebnisse sorgen soll. Im Automatik-Modus lässt sich eine Auswahl vorgefertigter Akkorde als „Chord Set“ auf die Noten C0 bis C2 der Klaviatur legen, um diese via Keyswitch (ab C4) zu triggern. Die Strummings können „up oder down“ getriggert werden, alternativ lassen sich auch die einzelnen Noten der vorgefertigten Akkorde über die Keyswitches triggern. Mit weiteren Parametern ist einstellbar, wie lang der Intervall zwischen den gespielten Noten eines Akkords sein soll.  Ein zusätzlicher Manuell Mode erlaubt es Strummings, wie im Arpeggiator einzuzeichnen.

Der letzte im Bunde ist der Phraser, hinter dem sich ein MIDI-Loop-Player verbirgt. Auch eigene MIDI-Files können importiert werden. In einer übersichtlichen Darstellung lassen sich die Phrasen zu MIDI-Noten zuweisen, um sie daraufhin beispielsweise mit dem MIDI-Keyboard zu triggern. Für Arpeggio und Phraser sind viele Presets am Start und auch eigene können gespeichert werden. Leider werden die Settings von Phraser, Arpeggio und Strummer beim laden eines neuen Sounds zurückgesetzt und mann muss alle Einstellungen erneut vornehmen bzw. das gespeicherte Preset erneut laden.

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