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Test
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12.12.2016

Praxis

Sound/Bespielbarkeit

Jeder, der schon einmal eine Ibanez in der Hand hatte, der weiß, dass diese sich generell dank des flachen Halses und auch der tief ausgeschnittenen Cutaways ausgesprochen komfortabel bespielen lassen, und auch die GIO macht in dieser Hinsicht keine Ausnahme. Ein nicht unwichtiger Aspekt auch für den Anfänger, dem die leichte Bespielbarkeit erheblich entgegenkommen sollte.

Für die Beispiele habe ich ein SM57 vor dem Combo positioniert und verstärke das Mikro mit einem Tube-Tech Preamp, von dem das Signal dann direkt in den Wandler geht und auch nicht weiter klanglich bearbeitet wird.

Los geht es wie immer clean, wobei ich alle drei Positionen beginnend am Hals anspiele. Alle Regler des Verstärkers zeigen auf die Zwölf-Uhr-Position.

Heraus kommt ein verhaltener, in den Tiefmitten prominenter Grundsound, der mich leider nicht so recht überzeugen kann. Obwohl der Volume-Regler wie auch Treble und Bass sich auf zwölf Uhr befinden, scheint der Amp überfordert zu sein und beginnt schon hier im unteren Frequenzbereich zu zerren.

Es geht weiter mit derselben Einstellung am Amp, nun aber mit einigen funky Akkorden. Auch hier schalte ich beginnend am Hals die drei Positionen durch.

Das Zerren des Amps in den unteren Frequenzen ist jetzt nicht so drastisch herauszuhören, die Attacks durch die stärker angeschlagenen Saiten kommen auch besser durch als im Beispiel zuvor, was mir natürlich um Längen besser gefällt.

Ich aktiviere den Overdrive und schalte auf den Steghumbucker.

Der IBZ1G Combo liefert einen breiten und in den Höhen zurückhaltenden Zerrsound, der mit einer gehörigen Portion Kompression ausgestattet ist. Leider werden die Attacks des Plektrums nicht wirklich wiedergegeben, was den Sound undurchsichtig und indirekt macht.

Ich stimme die E-Saite der Gitarre jetzt auf D herunter, bringe Bass- und Treble-Regler in die 15-Uhr-Position und spiele ein Metal-Riff.

Siehe da, es geht also doch! Der EQ macht einen guten Job und lässt den Amp förmlich aufblühen. Das Ausprobieren an der Klangregelung ist somit dringend empfohlen! Der so generierte Sound klingt größer als erwartet und bietet eine gute Ausgangsposition zum Riffen.

Fehlt eigentlich nur noch ein Solo-Beispiel. Dazu bringe ich den Treble-Regler auf 13 Uhr und drehe die Bässe auf 10 Uhr zurück.

Auch dieser Sound gefällt mir, denn er ist fett und lädt zum Jammen ein. Durch das leicht betonte Höhenbild werden zudem die Attacks besser dargestellt.

Wo wir gerade beim Höhenbild sind: Die sind im Kopfhörerausgang viel zu heftig ausgefallen und erst mit fast ganz heruntergeregeltem Treble-Regler erträglich.

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