Test
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27.10.2020

Praxis

Anstecken und connecten

Der Anschluss des Senders könnte einfacher nicht sein. Er wird an das XLR-Ende eines Mikrofon gesteckt und das war's auch schon. Entsprechend wird der Empfänger mit seinem XLR-Stecker in die Mic-In-Buchse eines Preamps gesteckt und schon kann es losgehen. Was mir gut gefällt ist, dass der Hersteller beim Sender an eine Rückhaltesicherung gedacht hat, die zum Entfernen des Senders vom Mikrofon per Entriegelungstaste gelöst werden muss. Dadurch kann der Sender nicht versehentlich aus dem Mikrofon rutschen.

Das Einschalten des Sets ist selbsterklärend und auch das Synchronisieren kinderleicht: Einfach die „ID“-Taster beider Geräte sieben Sekunden lang gedrückt halten und schon leuchten ihre LEDs in derselben Farbe. Das ist der Hinweis darauf, dass die Synchronisation funktioniert hat, so dass Sender und Empfänger auf dasselbe Funkfrequenz-Preset zugreifen. Die zum „ID“-Button gehörenden LEDs zeigen an beiden Geräten die Wahl des Frequenz-Presets an. Entsprechend wechseln sie ihre Farbe zwischen Rot, Grün, Blau und Violett. Die Anzeige identischer Farben an Sender und Empfänger spricht dann für eine erfolgreiche Synchronisation des Frequenz-Presets.

Das geringe Gewicht von nur 60 g lässt den Sender nahezu unbemerkt am Mikrofon stecken. Auch bei gut austarierten Mikrofonen sollte deshalb keine Unwucht entstehen. Die vom Hersteller angegebene Reichweite von bis zu 35 m konnte ich aus praktischen Gründen nicht im Freifeldversuch testen. Im Praxischeck zeigte sich die Verbindung aber auch durch zwei massive Steinwände hindurch bis zu einer Entfernung von knapp 7 m stabil. Die Latenz des Sets fällt in der Praxis nicht ins Gewicht. Hier sollte nur bedacht werden, dass sich Latenzen digitaler Signalketten aufaddieren. Wer dieses Funkset also im Heimstudio einsetzen möchte und keine Möglichkeit zum latenzfreien Direct-Monitoring am Audiointerface hat, möchte vielleicht die Mithörfunktion seiner DAW-Software nutzen. Beträgt diese bspw. 8 ms, kommt man als Nutzer zusammen mit dem Fun Generation Funkset schon auf eine kritische, weil deutlich wahrnehmbare Signalverzögerung von 13,6 ms.

Sound-Check

In Sachen Klang erweist sich das Wireless-System im Praxistext als einwandfrei. Wie ihr in den Audiobeispielen hören könnt, ist der Sound der drahtlosen Übertragung nicht von demjenigen der kabellosen Verbindung zu unterscheiden. Die Signaldynamik erfährt keine Verminderung, alle Frequenzbereiche sind ohne Einschränkung am Start und Rauschanteile spielen beim Fun Generation Wireless Plug & Play keine Rolle. Der Ein/Aus-Schalter stellt bei manchen Funk-Sets eine Schwachstelle dar, weil er beim Betätigen Knackser erzeugt. Ich habe für euch eine Audiodatei aufgezeichnet, in der ihr hört, dass das dabei entstehende Geräusch bei dieser Funkstrecke kaum hörbar ist. Die (geringe) Latenz des Systems fiel übrigens ebenfalls nicht negativ ins Gewicht. Und so kann mich das Wireless-System soundtechnisch durchweg überzeugen.

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