Test
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09.10.2018

Fun Generation USB Mix 2, USB Mix 3 und USB Mix 4 Test

DJ-Mischpulte

Es muss nicht immer teuer sein

Unter dem Label Fun Generation, das unter anderem auch Scheinwerfer und Lichteffekte, PA-Anlagen und Speaker sowie Ständer, Kabel, Cases und anderes Zubehör zur Beschallung und Beleuchtung diverser Events im Angebot hat, kommt ein DJ-Mischer Line-Up im unteren Preissegment an den Start. Insgesamt rollen drei Geräte vom Stapel, die zwischen 35 und 99 Euro kosten, namentlich USB Mix 2, USB Mix 3 und USB Mix 4. Zwei dieser Geräte werden mit einer Vorrichtung für die Tischeinschraubung ausgeliefert. Sämtliche Modelle verfügen über Mikrofoneingänge und einen USB-Player, doch unterscheiden sie sich im Detail. Welche Tugenden sie abgesehen vom Kampfpreis an den Tag legen und wo genau potenzielle Schwächen liegen: Hier gibt es Antworten.

DETAILS

Bevor es an die Begutachtung von Build-Quality, Handling, Sound und Features geht, müssen die uns zum Test überlassenen Samples erst einmal aus ihrem Karton befreit werden. Viel Zubehör darf man angesichts des Preises nicht erwarten: Mixer, wo nötig Netzteil und die Bedienungsanleitung, that’s it. Mischpulte dieser Art gibt es unter diversen Brand. Sie fokussieren den Einsteiger und all diejenigen, die nicht viel Kohle investieren möchten/können. Beginnen wir also gleich mit den Unterschieden zwischen den einzelnen Modellen.

Fun Generation USB Mix 3

... ist ein Dreikanal-Mischer mit USB-Mediaplayer, der insgesamt drei Paar Cinch-Eingänge offeriert. Dreimal Line-Pegel-Zuspielung ist möglich, per Kippschalter können Kanal 1 und Kanal 2 auf Phono umgeschaltet werden, Kanal 3 hingegen ist mit dem MP3-Player verdrahtet. An der Hinterseite gibt es einen Kopfhörerausgang als 6,3-Millimeter-Stereoklinke, zwei Mikrofonanschlüsse gleichen Formats und einen Cinch-Ausgang für die Anlage. Das Gerät kann über seine Seitenbleche/griffe angehoben und fest verschraubt oder optional auch auf seine vier Gummifüße gestellt werden. Der Mischer wiegt lediglich 1 kg und ist mit Maßen von 300 × 130 × 40 mm als äußerst kompakt einzustufen, dementsprechend fallen die Regelmöglichkeiten recht gering aus. So finden sich auf der Oberfläche lediglich Lautstärke-Fader für die Kanäle 1-3 und ein Crossfader, der zwischen den ersten beiden Kanälen blenden kann. Das Quellsignal wird wie gesagt mittels Kippschalter eingestellt und der gewünschte Kanal über den Cue-Select-Drehschalter abgehört. Darunter folgt der Lautstärkeregler für das Mikrofon, dem eine Talkover-Funktion anheimgestellt ist. Die letzte Baugruppe ist der MP3-Player, dazu später mehr.

Fun Generation USB Mix 4

Dieses Pult verfügt über vier Hauptkanäle, jeweils mit separaten Cinch-Buchsen für Line sowie dreimal für Phono. Kanal 4 hat einen 6,3-Millimeter-Mikrofonanschluss (Mic-2) dazu bekommen, ein weiteres (Mic-1) kann oben links auf dem Mischer via XLR-Combobuchse eingesteckt und geregelt werden. Raus geht’s über ein Stereo-Cinch-Paar für die Anlage sowie einen Record-Ausgang gleichen Formats. Das Mischpult wiegt 2,6 kg und misst 382 × 220 × 130 mm. Kanal-EQs sind nicht zugegen, zwischen den Lautstärke-Fadern residiert eine fünfsegmentige Master-Level-Kette, der Crossfader ist fix und blendet zwischen den Kanälen 1 und 2.

Für das Mikrofon 1 ist je ein Treble- und Bass-EQ verbaut, ebenso eine Talkover-Schaltung. Das Headphone wird hier direkt oben auf dem Pult via 6,3-Millimeter-Klinke eingesteckt, das Vorhören der Summe ist nicht möglich, lediglich die Einzelkanäle können abgehört werden. Selbstverständlich gibt es einen Lautstärkeregler für das Master-Level und auch für den Kopfhörer. Zwei Tragegriffe dienen dem Transport, über dem LED-Meter gibt es eine Steuervorrichtung für den MP3-Player mit Start/Pause- sowie Vor- und Zurück-Taste, EQ und Wiederholung, ein Display ist nicht dabei. Der USB-Player ist alternativ zu Phono/Line an Kanal 1 geroutet.

Fun Generation USB Mix 2

… wiegt 1,35 kg und misst 207 × 206 × 50 mm. Der Winzling wird über ein externes Netzteil mit Strom versorgt, kostet gerade mal 49 Euro und bietet rückseitige Anschlussmöglichkeiten für den Kopfhörer und ein Mikrofon (Standardklinke), einen Cinch-Output sowie zwei Line-Ins und einen Phono-Eingang. Kippschalter wählen zwischen den Quellen, die am Kanal 1 MP3/Line und am Kanal 2 Phono/Line sein können. Dieses Gerät verfügt als einziges über Effekte, deren Lautstärke und Tempo über separate Regler justiert werden, dazu im Praxisteil gleich einige Klangbeispiele.

Über allem thront der USB-Player mit seinen Bedienelementen. Im Gegensatz zu seinen beiden Geschwistermodellen verfügt der Mix 2 sehr wohl über eine Klangregelung für die Kanäle 1 und 2 in Form eines Hi- und Low-EQs, jedoch muss auch dieser Mixer ohne Gain auskommen. Die Hauptlautstärke wird mittels Master-Fader im Zentrum dirigiert und über eine Ampel-farbcodierte fünfschrittige LED-Kette visualisiert. Ebenso hat das Gerät einen Lautstärkeregler für die Vorhöre aufzuweisen, die hier über separate Cue-Tasten verfügt. Ferner anzutreffen ist Volume für das Mikrofon, das direkt auf der Summe landet. Der Kopfhörer wird an der Rückseite eingesteckt, was ich für einen „DJ-Mischer“ etwas ungünstig positioniert finde, die Abhöre erfolgt mittels Drehgeber, ein Kippschalter aktiviert die Talkover-Funktion.

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