Test
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07.10.2020

Flyht Pro Case Mobile DJ und Digital DJ TEST

DJ-Table

Immer diese Schwerkraft

Flyht Pro Case Mobile DJ und Flyht Pro Case Digital DJ sind zwei weitgehend identische Cases für Vinyl-DJs und DVS-DJs, die sich mit wenigen Handgriffen in einen DJ-Tisch verwandeln lassen: Zwei Turntables und ein Mixer, eventuell noch eine justierbare Ablage für den Laptop. Das alles fest verkabelt in einen stabilen Flightcase mit Rollen, die Deckel dienen als Beine, und alles zusammen ergibt einen stabilen Tisch für ein spontanes DJ-Set irgendwo, auf der Wiese, auf dem Balkon, unendliche Freiheit, ready to go! Das klingt super! Wenn da nicht die Schwerkraft wäre ...

Details

„Ick hab hier zwei Trümmerkisten für Sie!“

... meinte der UPS-Mann und hievte zwei riesige Pappkartons aus dem Van, jede über 30 Kilo schwer und unausgepackt von einer Person kaum zu tragen. Darin befinden sich ungepolstert zwei große Flightcases, jedes 153,5 cm lang, 55,5 cm breit und 25 cm tief. Der relativ dünne Verpackungskarton soll die schwarzen Holzflächen, die glänzenden Metalleckleisten und die fetten spiegelnden Kugelecken auch lediglich vor Kratzern schützen, das stabile Case soll ja schließlich selbst zwei Turntables und einen Mixer sicher aufbewahren. 

Der Clou bei den „Flyht-Cases“: Der Deckel besteht aus zwei zusammengesteckten und mit Butterfly-Verschlüssen gesicherten Hauben, die zusammen mit zwei ebenfalls mitgelieferten, horizontal einsetzbaren Streben ein stabiles Gerüst ergeben, auf die das geöffnete Case gestellt wird. Und schon haben wir ein potentiell wackelfreies DJ-Pult, ohne einen zusätzlichen Tisch herbeizuholen, bereit zum Auflegen!

Drei stabile ausklappbare Griffe an den schmalen Seiten sowie an der Stirnseite dienen zum Tragen des Cases. Das Case kann aber auch gezogen werden. Dazu sind an einer Seite zwei kleine walzenförmige, schwarze Rollen in der Unterkante eingebracht.

Geöffnet finden links und rechts zwei DJ-Turntables im Technics-1200-Format ihren Platz in passenden schaumstoffgepolsterten Vertiefungen, sodass die Plattenspieleroberflächen abschlussgenau aufliegen. Dazwischen dient ein pultförmig angeschrägtes 19-Zoll-Rack mit 44,5 cm langen Schienen zur Aufnahme eines Mischpults und eventuell anderer Geräte wie Kompressor oder Multieffektgerät. Es bietet Platz für bis zu 10 Höheneinheiten.

Aufgrund der Neigung sollte man trotzdem nicht alle Höheneinheiten verplanen, denn Geräte dürfen vorne nur 14 cm tief sein, die hinterste Höheneinheit gewährt 20 cm Einbautiefe, selbstverständlich jeweils inklusive eventuell rückwärtiger Kabel.

Durch großzügige runde Löcher zwischen den einzelnen Abteilungen werden die „Strippen“ gezogen und auch eine Stromleiste kann hinter dem Mischpult platziert werden.

Zusätzlich dazu bietet das Flyht Pro Digital DJ-Case für die DVS-DJ-Fraktion noch eine auszieh-und arretierbare Laptop-Ablage mit Filzbezug und Metall-Leiste, damit der Computer (oder was auch immer) nicht von der schrägen Fläche aufs Mischpult runterrutscht. Es gibt allerdings nur eine einzige Fixierposition.

Das Konzept eines vorverkabelten Setups im Flightcase fand ich schon immer sehr charmant und ich bin in den späten Neunzigern gern mit meiner Ready-to-rock-Kiste von Rave zu Rave gezogen. Schnelle Aufbauzeiten und Line-Soundcheck machten frühes Anreisen am Nachmittag oft obsolet. Außerdem liebe ich solche smarten Ideen wie Deckel, die auch als Beingestell fungieren können. Und so war ich entsprechend gespannt, wie sich die Flyht-Cases im Test schlagen würden. Also gehen wir mal ans Aufbauen und Befüllen.

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