Hersteller_ESI
Test
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12.07.2016

Praxis

Native Treiber unter OSX 

Dank nativer Treiber-Unterstützung für OS X war an meinem MacBook nicht mehr nötig, als das ESI U22 XT anzuschließen. Danach konnte ich direkt loslegen. Die Performance ist gut: Bei 44,1 kHz und 128 Samples Buffer-Size zeigte mir Live eine globale Latenz von 9,84 ms auf dem Mac an.

Guter Klang

Die Klangqualität des Interfaces ist gut, jedoch nicht außergewöhnlich. In Anbetracht des Preises sollte ich euch deshalb nicht vorenthalten, dass es Interfaces von anderen Herstellern gibt, die günstiger und sogar teilweise besser sind, was die Features anbelangt. So weit zu gehen, dass eines dieser Interfaces deutlich besser klingt als das ESI U22 XT, würde ich jedoch nicht. Aber hört doch selbst!

Der Bass klingt etwas dünn und leblos, jedoch nicht so schlecht, als das sich damit für Demo-Zwecke nicht arbeiten ließe. Die Acoustic-Aufnahmen sind besser, aber nur durchschnittlich. Immerhin verwenden wir hier ein AKG C414 als Mikrofon. Bis etwa 60% Gain bleiben beide Preamps relativ rauschfrei. Der Line-Out hingegen klingt ziemlich gut. Der Kopfhörer-Ausgang ist ferner kräftig, spielt damit relativ laut, klingt allerdings auch etwas scharf in den Höhen.

Im Großen und Ganzen erinnert mich der Klang sehr an das alte ESI Maya 22. Generell scheint es mir so, dass es sich bei dem U22 XT um eine mit Hardware-Bedienelemente ergänzte Variante des Maya 22 handelt. 

Audio Console


Wie so gut wie jedes Interface verfügt auch das ESI U22 XT über ein Software-Bedienpanel, welches in diesem Fall allerdings äußerst spartanisch ausgestattet ist. Und so kann man auch lediglich die Lautstärke der Inputs und Outputs zusätzlich digital regeln sowie muten und die Samplerate verstellen.

Mic/Booth/Hi-Z-Regler


Grundsätzlich sind Direct-Monitoring Features zu begrüßen, aber leider sind diese hier nicht ganz bis zu Ende gedacht, da man beide Front-Eingänge leider nicht gemeinsam Mono abhören kann. 

Sicherlich, die „Booth“-Funktion mag bei der Zuführung von Stereo-Signalen sinnvoll sein, allerdings setzt das Pegeln über die Front-Ins dann hier entsprechendes Feingefühl voraus. Zusätzlich besitzt der Mic-Preamp keine Pad-Funktion, sodass die meisten Line-Signale sowieso zu „heiß“ sein werden. Sinn macht diese wirklich nur, wenn man nicht weiß, wie man zwischen Mono und Stereo-Aufnahme in der DAW umschaltet.

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