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10.03.2021

Ende des Dongles: Steinberg ändert Lizenzsystem

Kommt jetzt das Abo?

Die Hamburg Software-Firma Steinberg nutzt seit Jahren den eLicenser als Dongle und Kopierschutz. Dieses Lizenzmodell ist jetzt Geschichte.

Um die eigene Software vor illegalen Kopien und Downloads zu schützen gibt es verschiedene Sicherungsmöglichkeiten. Mittlerweile sind für viele Softwareanwendungen eigene Online-Accounts notwendig, über die Produkte registriert werden müssen. Adobe ist vom Verkauf einzelner Lizenzen zu einem Abomodell umgeschwenkt, wodurch regelmäßige monatliche Einnahmen die Regel sind. Bei Musikprogrammen sind online erwerbbare Lizenzen weiterhin der Standard. Steinberg hingegen setzte bis jetzt auf den sogenannten eLicenser. Dahinter steht ein Dienstprogramm für das Lizenzmanagement, welches entweder direkt auf der Festplatte oder einem USB-eLicenser (Dongle) geparkt wird. 

Ein Dongle ist ein Kopierschutzstecker, mit dem eine Vervielfältigung von Dokumenten (etwa Raubkopien) nicht autorisiert wird. Das System gilt als sicher und war früher auch sehr gefragt, allerdings hat es auch einige Nachteile. Der Aufwand und die Kosten für die Herstellung der USB-Stecker sowie der Ressourcenverbrauch sind alles andere als optimal. Entsprechend veraltet sehen viele diese Technik, weshalb Steinberg jetzt sein Lizenzmanagement-System umbaut.

Bei einer Twitter-Meldung von Steinberg wird klar: Die Zukunft ist Dongle-Frei! Begründet wird dass vor allem mit der Umständlichkeit des aktuellen Systems, bei dem die Nutzer eher auf Hürden als Lösungen stoßen. Betroffen sind dabei Programme wie Cubase, Nuendo, Dorico oder Wavelab. Wie die Alternative aussehen wird ist allerdings noch nicht ganz klar. Viele Nutzer auf Twitter spekulieren auf ein Abomodell, welches dort aber ebenso abgelehnt wird. Reason ist den Schritt zum Abo in diesem Jahr gegangen. 

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