Keyboards Hersteller_Electro-Harmonix
Test
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21.02.2018

Praxis

Simple but beautiful

Das Verkabeln ist im Nu erledigt und der Spielspaß kann sofort losgehen. Ohne Umschweife kommt man hier zum Ergebnis, denn ganz traditionell gibt es hier ja auch nur einen Effekt. Man verliert sich also nicht in Menüs, versteckten Funktionen oder recht identischen „Variationen“. What u see is what u get. Und um die Nuancen des Effektes zu zeigen, habe ich mich ganz bewusst für zwei äußerst simple Synths entschieden.

Der Modulation-Effekt ist wirklich nicht besonders plakativ, aber effektiv. Wer extremere Effekte braucht, kann diese aber unkompliziert über den Send-Return hinzufügen, was ein doch eher seltenes Gimmick ist. Für folgendes Beispiel habe ich nacheinander erst einen Chorus, dann einen Pitch-Shifter und später noch eine BitCrusher in dem Delay benutzt.

Warmer Klang

Klanglich kann mich der warme, leicht muffelige Sound durchaus überzeugen. Um Artefakte zu vermeiden, werden bei Eimer-Ketten die einzelnen Wiederholungen Prinzip-bedingt immer mit einem High-Cut versehen, welcher eben auch den typischen gedämpften Sound erzeugt. 

Etwas schade in dem Zusammenhang ist unter Umständen, dass sich dieser Low-Pass bzw. High-Cut nicht weiter anpassen lässt. Manchmal will man vielleicht ja doch Artefakte? Hier wird klar, es handelt sich um einen Gitarren-Effekt – und bei deren Zielgruppe stehen im Allgemeinen kaputte Sounds eher selten auf der Wunschliste. Apropos Gitarre: Trotz des avisierten Verwendungszwecks mit einem nicht verstärkten Instrument, versteht sich das Pedal auch gut mit „lauteren“ Signalen – und wenn es denn mal clippt, dann klingt auch das trotzdem gut.

Neu mit Tap-Tempo

Gegenüber den „alten“ Memory Männern ist die neue Tap-Tempo-Funktion ein echter Zugewinn. So lassen sich im Nu die Delay-Zeiten präzise anpassen und mit dem Time-Divider auch äußerst schnell variieren. Um dies mit dem Delay-Time-Regler zu schaffen, muss man schon eine Menge üben! 

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