Bass Hersteller_EBS
Test
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09.11.2015

EBS Multicomp Studio Edition Test

Kompressor-Pedal für E-Bass

Gutes noch besser machen...

Der Multicomp-Kompressor hat sich seit seiner Einführung 1998 zum absoluten Topseller im Pedal-Lineup der schwedischen Company EBS entwickelt. Mit seiner weichen, organischen Kompression begeistert er nicht nur die Tieftöner, sondern hat auch einen festen Platz auf zahlreichen Pedalboards unserer Kollegen aus der Gitarrenfraktion inne. Im Gegensatz zu den meisten anderen Kompressoren im Bodentreterformat bietet der Multicomp gleich drei verschiedene Kompressor-Modi, und durch die simple Bedienung mit nur zwei Reglern kommt selbst ein Anfänger ohne Kompressor-Erfahrung im Handumdrehen zu hervorragenden Klangergebnissen.

Für 2015 hat EBS seinem beliebten Kompressor-Pedal, neben einigen anderen Pedalen aus der Black-Label-Serie, ein großes Update spendiert. Das brandneue EBS Multicomp aus der sogenannten Studio-Edition-Serie kommt mit einem optimierten Signalweg, die neue Relais-Schaltung sorgt für eine geräuschfreie Bedienung des Bypass-Tasters, und schließlich kann das Pedal jetzt mit flexiblen Netzspannungen von 9 bis 12 Volt betrieben werden.

Details

Optisch sind die Pedale der neuen Studio Edition aus der Black-Label-Reihe nur am veränderten Dekor auf der Oberseite und an den etwas größeren Reglern von den Vorgängern zu unterscheiden. An der grundsätzlichen Bauform hat sich über die Generationen eigentlich nichts verändert. Das glänzend schwarz lackierte Metallgehäuse macht einen überaus stabilen Eindruck und misst gerade mal 70 x 115 x 35 mm, nimmt also nicht allzu viel Platz auf dem Pedalboard in Anspruch. Auf der vierfach verschraubten Bodenplatte sitzen dicke Gummifüße, damit das Pedal auch im Standalone-Betrieb auf der Bühne nicht wegrutscht.

Herzstück des Multicomp ist ein kleiner Drei-Positionen-Schalter, mit dem die verschiedenen Kompressionsmodi angewählt werden können. Zur Verfügung stehen die Modi "Normal" für den Standard-Kompressor, "MB" für den Dualband-Kompressor, der Bässe und Höhen getrennt bearbeitet, und schließlich der "Tubesim"-Modus, der den Standardkompressor mit einer Röhren-ähnlichen Klangcharakteristik ausstattet.

Links neben dem Modus-Schalter liegt der Comp/Limit-Regler, mit dem das Verhältnis zwischen dem Anstieg des unkomprimierten Eingangssignals und dem Anstieg des komprimierten Ausgangssignals, also die sogenannte Ratio, eingestellt wird. Der Regler bietet Werte von 1:1 (komplett zugedreht) bis zu 5:1, wenn er voll im Uhrzeigersinn aufgedreht wird. Auf der anderen Seite des Modus-Schalters sitzt der Gain-Regler zum Justieren des Ausgangspegels; die Lautstärke des Effektsounds kann somit bequem an das Bypass-Signal angepasst werden kann.

Wie wir sehen, ist die Bedienung des Multicomp in der Tat selbsterklärend und setzt keine umfangreichen Kenntnisse über Kompressoren voraus. Wer sich allerdings mit der Feinabstimmung des Multicomp befassen möchte, findet im Inneren des Gehäuses zwei Trimmer, mit denen der Schwellenwert (Threshold) für das tiefe und das hohe Band des Kompressors im Dualband-Modus getrennt justiert werden kann. Ab Werk stehen die beiden Trimmer in Mittelstellung und bieten eine Bandbreite von "Bypass" des betreffenden Bandes in Linksstellung bis zu einer Steigerung der Sensitivität um 6dB im Vergleich zur Werkseinstellung, wenn die Trimmer komplett aufgedreht werden.

Auch die Integration des Multicomp in ein Setup gestaltet sich außerordentlich einfach, denn das Pedal kommt lediglich mit einer Klinke auf der rechten Seite zum Verbinden des Basses und mit einer weiteren auf der linken Seite zum Weiterleiten des Signals an den Verstärker. Vor der Ausgangsklinke sitzt außerdem ein Taster mit der Beschriftung "Active/Passive", der das Pedal an die verschieden starken Pegel von aktiven und passiven Bässen anpasst. Zur Stromversorgung benötigt der Multicomp mindestens 9 Volt, die von einer handelsüblichen Batterie oder einem Netzteil, welches in die Buchse auf der Stirnseite des Mulitcomp gesteckt wird, geliefert werden können. Wie oben bereits erwähnt, zeigt sich die neue Studio-Edition-Generation der Black-Label-Pedale flexibler im Umgang mit Netzteilen und akzeptiert jetzt Spannungen von 9 bis 12 Volt.

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