Gitarre Hersteller_Dynacord
Test
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11.08.2017

Dynacord AXM 12A Test

Aktive Fullrange-Lautsprecherbox

Kompakt-Monitor mit Extras

Die Dynacord AXM 12A ist ein aktiver Allround-Bühnenmonitor, und in dieser Eigenschaft hatten wir sie auch bereits im Test. Die Monitor-Box, die mit einem 12" Koaxial-System und einer Class D Endstufe bestückt ist, leistet 260 Watt RMS in den Bässen sowie 75 Watt RMS im Mitten/Hochtonbereich.

Heute soll sie zeigen, ob sie sich auch als Fullrange-Box für Amp-Modeler eignet. Hier ist eine klare Aufgabenstellung gefragt, der Frequenzgang sollte möglichst linear sein und der Sound einer Ampsimulation sollte entsprechend natürlich übertragen werden. Auch, um den Gitarristen mit einem angenehmen Spielgefühl auf der Bühne zu unterstützen.

Details

Gehäuse/Optik

Die AXM 12A kommt im Birkenholzgehäuse, ist mit schwarzem Strukturlack überzogen und wartet mit recht kompakten Maßen von 414 x 484 x 339 mm (B x T x H) auf. Auch das Gewicht zeigt sich akzeptabel, die Box bringt 14,9 kg auf die Waage. Im Inneren wartet ein 12-Zoll/1,75-Zoll Zwei-Wege-Koaxiallautsprecher auf seinen Einsatz, sehr gut geschützt durch ein schwarzes Lochblechgitter an der Front. Die Monitorbox steht rutschfest auf vier Gummifüßen und macht einen sehr robusten Eindruck, auf das harte Leben auf der Bühne und im Tourbus ist sie gut vorbereitet. Sie kann allerdings auch per Boxenflansch auf einen Hochständer verfrachtet werden und die Bühne aus höherer Position bestrahlen.

Anschlussfeld

Auf der rechten Seite ist das Anschlussfeld etwas versenkt und dadurch gut geschützt angebracht. Hier stehen zwei Kombi-Inputs mit XLR Female/Klinke (Input 1, Input 2) und zwei Cinch-Anschlüsse (Input 3 - Aux In) bereit. Dazu kommen zwei Ausgänge mit XLR-Male-Anschluss, einmal der Thru-Ausgang, bei dem das Signal von Input 1 durchgeschleift wird, und ein Mix-Out, bei dem die Post-Fader-Signale der drei Eingänge ausgegeben werden. Zum Einstellen der Lautstärke der drei Eingänge stehen drei Volume-Regler zur Verfügung. Die AXM 12A ist mit einer Class D Endstufe bestückt, die den Tieftöner mit 260 Watt RMS und den Mitten/Hochtöner mit 75 Watt RMS befeuern kann. An der Monitorbox lässt sich aber neben der normalen Kanal-Lautstärke der drei Inputs noch etwas mehr justieren, dazu steht der Parameter-Regler mit Schaltfunktion beim Drücken des Potis zur Verfügung.

Über das 40 x 15 mm große Display kann dann noch etwas Finetuning betrieben werden. Dazu werden die angezeigten Werte mit dem Parameter-Regler angewählt und verändert. Zuerst einmal lässt sich der Eingangspegel zwischen -80 dB und +10 dB einstellen, und sechs unterschiedliche Presets für verschiedene Anwendungen (Monitor oder PA-Box) inkl. einem Setting mit Speakersimulation sind ebenfalls an Bord. Interessant wird es beim nächsten Programmpunkt, denn die AXM 12A verfügt über einen Dreiband-Equalizer mit parametrischer Mittenregelung. Hier kann bei Bedarf der Sound des Monitors entsprechend angepasst werden. Kommt ein Amp-Modeler zum Einsatz, der keinen getrennten Equalizer für den Monitor-Ausgang hat, dann ist ein EQ direkt am Monitor Gold wert. Außerdem können mit einem Low Cut Filter (50 - 200 Hz, 12 dB/Oktave) und einem Notch-Filter (70 Hz - 10 kHz, -10 dB) Feedback-Frequenzen schmalbandig herausgefiltert werden. Auch das ein Vorteil zum Beispiel bei der Verwendung von Akustikgitarren, die in bestimmten Frequenzbereichen anfällig für Rückkopplungen sind. Außerdem gibt es Phantomspeisung für die Mikrofoneingänge und eine einstellbare Delay-Zeit, die aber für uns irrelevant ist, denn hier geht es um einstellbare Verzögerungszeiten zum Ausgleich von Laufzeitunterschieden bei der Positionierung der Box als PA-Lautsprecher weiter hinten im Veranstaltungsraum.

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