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Test
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11.06.2013

DJ-Tech DIF-1S Test

DJ-Mixer

Der Battle-Sparfuchs!

DJ-Tech DIF-1S Battlemixer im bonedo.de-Test: Der DIF-1S der Firma DJ-Tech ist ein speziell auf die Bedürfnisse von Scratch-DJs und Turntablists zugeschnittener Zweikanal-Mixer. Im Gerät ist ein hochwertiger Innofader-Crossfader verbaut, der laut dem Hersteller (Audio Innovate) bis zu vier Millionen Zyklen unbeschadet bewältigen soll. Und wie es sich für einen vollwertigen Battlemixer gehört, ist die Arbeitsrichtung dieses Faders umkehrbar und die Flankensteilheit stufenlos justierbar.

Ferner verfügt unser Testkandidat über Dreifach-EQs zur Klangregelung sowie separat regelbare Master- und Booth-Ausgänge. Auch an einem Mikrofonanschluss mangelt es nicht. Ganz zeitgemäß ist das Pult obendrein mit speziellen Ein- und Ausgängen für digitale Vinyl-Systeme ausgerüstet. Und der Clou der Geschichte: All dies bekommt ihr für extrem günstige 199 € UVP.

Details

Neben dem 3,3-Kilo-Boliden finde ich im Karton ein Kaltgerätekabel zur Versorgung des internen Netzteils und eine ausführliche, englischsprachige Bedienungsanleitung, die beim Einstieg hilfreich zur Seite steht. Eine Anleitung in deutscher Sprache ist zwar (noch) nicht erhältlich, aber das soll uns nicht den Tag verderben. Schließlich haben wir es hier mit einem Battlemixer zu tun und nicht mit einem Raumschiff. Sehr erfreulich ist die Tatsache, dass DJ-Tech dem Paket gleich drei zusätzliche Ersatz-Fadercaps beigelegt hat. Schließlich kommen diese immer mal wieder abhanden. Daran sollten sich andere Hersteller ein Beispiel nehmen. Ausnahmsweise gibt es bei diesem Artikel mal kein Foto vom Lieferumfang, denn aus terminlichen Gründen wurde mir der Mischer ohne das komplette Zubehör geliefert. Das schwere, rundum aus Metall bestehende Pult-Gehäuse wirkt sehr robust und wertig. Das gilt besonders für die dicke Faceplate, die ebenso wie der Rest des Chassis sauber verarbeitet und akkurat lackiert ist. Sämtliche Anschlussbuchsen sind, ebenso wie alle Schalter, Tasten und Drehregler, fest im Gehäuse verbaut und präsentieren sich qualitativ hochwertig. Besonders gut gefällt mir der sehr leichtgängig gleitende Inno-Crossfader. Selbst die beiden Volumefader, welche die althergebrachte Kohleschichttechnik verwenden, machen eine gute Figur. Was soll ich sagen? Ein rundum zufriedenstellender Ersteindruck, DJ-Tech. Daumen hoch!

Anschlüsse

Das Frontpanel stellt drei Anschlüsse bereit, und zwar eine 6,3-Millimeter-Klinkenbuchse für das Mikrofon, eine 6,3-Millimeter-Klinkenbuchse für den Kopfhörer und eine weitere 3,5-Millimeter-Klinkenbuchse für einen zweiten Kopfhörer. Sehr praktisch, wenn man als Team aufspielt. Neben Netzschalter und Kaltgerätebuchse sehe ich an der Hinterseite zwei Stereo-Cinch-Anschlüsse, wo jeweils ein Zuspieler mit Line-Pegel und ein Plattenspieler angeschlossen werden. Die Phono-Eingänge können optional auch mit Line-Signalen gespeist werden (Umschalter). Zwei große, griffige Schrauben nehmen die Massekabel der Plattenspieler auf. Das Highlight sind hier die beiden DVS-Anschlüsse, denn beide Kanäle offerieren je einen Send und Return in Stereo-Cinch, wo sich digitale Vinyl-Systeme wie Traktor oder Serato einschleifen lassen. Ausgangsseitig hält unser Testobjekt je zwei Cinch-Verbindungen für das Master- und Booth-Signal bereit.

Features

Der DIF-1S ist ein Zweikanal-DJ-Mixer für Scratch-DJs und Turntablists. Per Kippschalter habe ich Zugriff auf drei Eingangsquellen pro Kanal, also Phono, Line und DVS (Return). Am Send liegt stattdessen das „reguläre“ Signal der Phono/Line-Buchse an. So kann ich ein Audiointerface in das Pult einschleifen, ohne dass ich die Verbindungen des Zuspielers oder der Timecode-Quelle vom Pult trennen oder tauschen muss

Zum Justieren der Aufholverstärkung sind die Trim-Regler gedacht. Dreiband-Equalizer für Höhen, Mitten und Bässe stimmen den Klang ab. Diese Potis rasten in der Mittenstellung ein. Die Lautstärke reguliere ich mit den beiden Volumefadern auf einer Wegstrecke von 45 Millimetern. Die gleiche Länge hat auch der kontaktfreie Inno-Crossfader, mit dem ich zwischen beiden Kanälen hin und her blenden kann. Der Reverse-Button in der Mixer-Mitte dient zur Umkehrung der Arbeitsrichtung des Reglers (auch „Hamster-Switch“ genannt). Darüber befindet sich das CF-Curve-Potentiometer zur stufenlosen Veränderung der Arbeitskurve des Crossfaders – von einem schalterartigen Öffnen bis zu butterweichen Überblendungen. Der Mikrofonkanal verfügt nur über ein Bedienelement, nämlich den Volume-Drehregler für den Pegel. Welchen der beiden Kanäle ich auf den Kopfhörer schicke, bestimmen die beiden Cue-Buttons. Diese lassen sich einzeln oder gemeinsam aktivieren. Die Lautstärke des Kopfhörersignals bestimmt der Drehregler „Phones-Level“. Eine sechsfach unterteilte, doppelzeilige LED-Kette visualisiert den Ein- und Ausgangspegel. Mithilfe eines Umschalters kann dieses Display entweder das Mastersignal oder die Einzelkanäle anzeigen. 

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