Test
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23.10.2018

Praxis

Halterung nach individuellen Anforderungen

Vor der Inbetriebnahme steht der Zusammenbau der Halterung nach individuellen Anforderungen. Genutzt werden dafür entweder der Schwenkbügel oder die beiden Omegabügel. Das Matrix-Panel muss zwingend vernünftig platziert werden. Üblicherweise wird es seinen Platz an der Truss oder im Rahmen einer Festinstallation erhalten. Mit dem Gewicht von 13,7 kg ist automatisch klar: Für Laienhände ist das nichts. Man muss bei der Montage schon exakt wissen was man tun. Und dazu gehört selbstverständlich auch, die Öse für das Sicherungsseil zu nutzen.

Steuerung

Die Steuerung erfolgt via DMX-512; dafür stellt der Cameo Matrix 300 RGB fünf verschiedene DMX-Modi zur Verfügung. Gewählt werden kann zwischen dem 3-, 5-, 19-, 28- und 78-Kanal-Modus. Auch die Musiksteuerung über das interne Mikrofon steht zur Verfügung. Außerdem lässt sich der RGB-Scheinwerfer standalone oder als Slave betreiben. Ebenfalls möglich ist die manuelle Steuerung über das vierstellige LED-Display mitsamt den Bedienelementen Up, Mode, Enter und Down. Das Display lässt sich gut ablesen, könnte allerdings für meinen Geschmack durchaus ein wenig größer sein. Vermutlich wurde dem nicht so viel Bedeutung zugemessen, zumal das Gerät ohnehin meistens ins DMX-Universum eingebunden sein wird. Mehrere dieser Geräte per manueller Eingabe zu steuern, wäre wenig sinnvoll. Gerne würde ich an dieser Stelle sagen: Die Handhabung via Display ist einfach. Nein, das ist es nicht. Das ist schlichtweg nicht die Anforderung an dieses Gerät.

Nur wenige Sekunden nach dem Einschalten nimmt das Matrix-Panel seine Arbeit auf. Sehr gut gefällt mir die Tatsache, dass es in der Betriebsart wieder loslegt, die zuvor aktiviert war. Zunächst wird nun – wie üblich – die DMX-Adresse festgelegt. Im nächsten Schritt wird der DMX-Modus eingestellt. Es folgen die individuell einstellbaren Parameter wie die Farbbalance. Die Werte für Rot, Grün und Blau können im Bereich von 0 – 255 stufenlos konfiguriert werden. Ein interessantes Feature ist die gespiegelte Darstellbarkeit. Die auf dem LED Matrix Panel dargestellten Buchstaben, Ziffern oder Symbol können damit in verschiedenen Richtungen invertiert werden. Diese Funktion wird besonders dann sinnvoll, wenn mehrere Panels miteinander verbunden sind.  

Lichtausbeute und werkseitige Auto-Programme

Das Licht ist beeindruckend. Dafür sorgen nicht nur die zahlreichen verschiedenen Farbkombinationen und Chases, die auf der Matrix dargestellt werden können. Dank der leistungsfähigen TRI-LEDs ist der Farbeindruck wirklich sehr harmonisch. Farbbrüche sind mit bloßem Auge nicht feststellbar. Die Wechsel erfolgen schnell und effizient. Man hat nicht das Gefühl, es würde irgendeine Farbe hinterherhinken. Vermutlich ist das ein Erfolg der Wiederholrate von 8.000 Hz. Außerdem können vier verschiedene Dimmerkurven eingestellt werden, die ohne Abstriche gut funktionieren. Das Panel ermöglicht einen Abstrahlwinkel von 40° und liefert eine Leuchtstärke von 6950 lx @ 1m.

Kühlung und Geräuschentwicklung

Das Panel ist konvektions- und per Lüfter gekühlt zugleich. Die Kühlung ist dank der drei nebeneinander platzierten Lüfter effizient und funktioniert einwandfrei. Die Betriebsgeräusche sind vernehmbar, halten sich allerdings in vertretbaren Grenzen. Geräuschsensible Veranstaltungen sind sicher nicht das bevorzugte Revier des Panels, aber die werden auch kaum sein Einsatzgebiet sein. Die vor den Lüfter befindlichen Schutzgitter unterstützen den effizienten Abtransport von aufgeheizter Luft und ermöglichen eine ideale Luftzirkulation. Sie schützen die Finger der Anwender davor, mit den rotierenden Lüftern in Berührung zu kommen. Außerdem können aufgrund der Gitter keine größeren Gegenstände die Ventilatoren beschädigen. Vor Staub allerdings schützen sie nicht. Hier wird auf lange Sicht immer mal wieder gesäubert oder abgesaugt werden müssen. Für den Service brauchen an dem abdeckenden Metallelement lediglich 6 Kreuzschlitzschrauben gelöst werden.

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