Test
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10.12.2008

PRAXIS UND SOUND
Ich habe mir in den letzten Jahren sehr viele Fuzz-Verzerrer angehört und mir einige Pedale von Analogman, Fulltone und natürlich Schaller gekauft. Für mich gibt es nur zwei Arten von Fuzz-Verzerrern: nämlich solche, die gemein und bratzig klingen und all jene, die einen geschmackvollen Zerrsound liefern. Der BSM Fuzzbender gehört definitiv zur Gruppe der sehr brauchbaren Pedale. Der Sound ist nicht biestig oder ungehobelt, sondern rund und ausgewogen. Ein leicht in die Sättigung gehender Röhrenamp am anderen Ende des Signalwegs  ist natürlich Ehrensache bei einem Fuzzpedal, alles andere wäre Frevel.

In der Tone Bender Einstellung bekommt man es mit einem sehr kultivierten Fuzzton zu tun, dessen Bassbereich jedoch ausgedünnt ist. Das ist aber nicht weiter schlimm, da hier der für Gitarrensounds wichtige Mittenbereich den Ton zum Singen bringt. So erhält man einen sehr schönen fetten Solosound, der auch mit Humbuckern keine Probleme hat. Die Fuzz Face Einstellung ist hingegen sehr fett und eignet sich besser für schwache Singlecoils. Mit meiner SG hat es mir in dieser Einstellung nicht so gut gefallen, aber das ist Geschmackssache, denn einige klassische Aufnahmen von Eric Clapton featuren eben genau diesen leicht tutigen Ton. Wie gesagt; man muss immer bedenken, dass  Fuzz-Pedale die ersten Verzerrer sind, die je gebaut wurden. Und der FuzzBender von BSM ist ein sehr edler Nachbau zweier klassischer Vertreter dieser Gattung in einem Gehäuse.

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