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Workshop
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08.09.2008

Bonedo Technik-Special

Tapping Teil 2

Nachdem dir das Training der Studien der ersten Workshop Folge mittlerweile eine zarte Hornhaut auf dem Tap-Finger verschafft haben dürfte, ist es jetzt an der Zeit die Sache zu intensivieren. Die zweite Ausgabe unseres Specials fängt genau da an wo wir in der ersten Folge aufgehört haben und zeigt dir, wie flexibel und kreativ die Arbeit mit dem High Speed Tool Tapping sein kann. Viel Spaß beim Üben!

Den Start in die neue Runde wollen wir jetzt mit einer Variante des in Ausgabe 1 vorgestellten Tapping Basis-Pattern machen. Seinen interessanten Sound erhält der Lick durch die Kombination des in unserem ersten Pattern verwendeten Hammering Ons, mit einem entsprechend "phasenverdrehten" Pull Off Part.

O.K. Dann lass uns mal loslegen. Genau wie unser erstes Basispattern, lässt sich natürlich auch die Variante Numero 2 auf die beim letzten mal vorgestellte Tapping-Pentatonic Scale anwenden. Wie das funktioniert, zeigt die nächsten Studie.

Das größte Problem vor das die Übung den User stellt, liegt einmal mehr im Saitenwechsel. Da das Pattern so konzipiert wurde, dass man es mit einem Ton beendet, der mit dem Zeigefinger der Greifhand gespielt wird (5. Bund E-Saite/Ton A), der Finger aber bereits beim Spiel des zweiten Tons auf der nächsten Saite (5. Bund B-Saite/Ton E) wieder zum Einsatz kommen muss, hat man nur einen "Tap" Zeit, um den Zeigefinger wieder in eine entsprechende Position zu bringen. Am einfachsten funktioniert das ganze, wenn man wie folgt vorgeht:

  1. Du tappst (10. Bund E-Saite) und ziehst danach den Finger ab (Pull Off)
  2. Das A im 5. Bund der E-Saite erklingt
  3. Du "hämmerst" mit dem vierten Finger der Greifhand auf den 8. Bund der E-Saite-das C erklingt- lass den Finger auf jeden Fall auf der Saite liegen. Später brauchst du ihn noch!
  4. Du tappst erneut mit dem Tap-Finger der linken Hand auf den 10. Bund der E-Saite. ACHTUNG: Zeitgleich bewegst du den Zeigefinger deiner Greifhand in Richtung B-Saite. Achte darauf, dass du beide Saiten (E- und B-Saite), in bester Barré Manier, gleichzeitig herunterdrücken kannst. So ist gewährleistet, dass du beim späteren Saitenwechsel keine Probleme haben wirst. Danach geht es mit dem Abziehen des vierten Fingers wieder im Lick weiter.
  5. Das A im 8. Bund der E-Saite erklingt (der Ton ist bereits gegriffen, da du den vierten Finger liegen gelassen hast (Punkt 3)
  6. Ein Pull Off des vierten Fingers der Greifhand (8. Bd. E-Saite) lässt das A (5. Bd. E-Saite) erklingen.
  7. Den Saitenwechsel vollziehst du dann mit einem Tap auf den 10. Bund der B-Saite. Da der Zeigefinger der Greifhand bereits in Position liegt (siehe Punkt 4) kommt es zu keiner Verzögerung des Spielflusses.

TIPP: Um zu gewährleisten, dass die parallel zur B-Saite gegriffene E-Saite weiterklingt (Barré Effekt), solltest du den Zeigefinger leicht nach oben klappen. Auf diese Weise wird die E-Saite abgedämpft.

Kompliziert? Wenn du der Beschreibung gewissenhaft folgst, wird das ganze garantiert kein Problem sein!

Weiter geht es auf der nächsten Seite mit einem neuen Basis-Pattern.

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