Gitarre Hersteller_Blackstar
Test
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18.11.2019

Praxis

Für die folgenden Audiobeispiele habe ich das Topteil mit meiner Universal Audio OX Box verbunden und eine 2x12" Box mit Creambacks angeschlossen. Als Gitarre kommt erst einmal eine Fender Telecaster zum Einsatz.

Da die Silverline-Serie eine ganze Reihe an Einstellmöglichkeiten mit Voice- und Response-Regler bereitstellt, liegt der Fokus auch beim Zusammenspiel der beiden. Die Klangregelung lasse ich hier hierbei in der Mittelstellung.

Los geht es mit der Clean Warm-Position des Voice-Reglers, dabei schalte ich pro Beispiel in eine andere Endstufencharakteristik. In der Benennung der Audiofiles habe ich die jeweilige Endstufenröhren angegeben.

In den Beispielen hört man gut, wie sich die unterschiedlichen Endstufen im Klang bemerkbar machen. Die EL 84 liefert beispielsweise einen etwas drahtigeren, offeneren Klang als die 6V6-Emulation, wohingegen die KT66 mehr Zerre ins Spiel bringt. Die Clean Warm-Einstellung am Verstärker erzeugt einen warmen Klang, der die Attacks schön herausarbeitet, ideal für einen klassischen Cleansound.

Weiter geht es mit der Clean-Bright-Position.

Dieser Preamp-Modus zeigt sich in der Tat recht bissig und ist im Vergleich zum Clean Warm-Mode wesentlich höhenlastiger. Auch hier sind die Unterschiede der angewählten Endstufe deutlich herauszuhören und greifen teils drastisch in den Klang ein.

Für den folgenden Crunch-Mode verwende ich ebenfalls die Telecaster.

Der Crunch-Kanal tönt knackig und im Höhenbild offen. Die Attacks werden deutlich wiedergegeben und der Klang kann dank der unterschiedlichen Endstufen an die persönlichen Bedürfnisse angepasst werden. Sind mehr Mitten gefragt, zeigt sich die 6L6 als passende Einstellung, um dem Sound mehr "Fleisch" zu geben. Aber auch das Zerrverhalten ändert sich beim Umschalten der sechs vorgegebenen Poweramp-Optionen.

Im Super Crunch-Kanal kommt nun eine Les Paul zum Einsatz.

Der Name Super Crunch wurde meiner Meinung nach ziemlich gut gewählt, denn hier ist Vollgas angesagt. Dabei geht der Amp recht nebengeräuscharm ans Werk und pumpt in den Bässen wohldosiert, genau richtig also für moderne Rock- und Metal-Genres. Hört man sich beispielsweise die Unterschiede zwischen der KT66 und der 6L6 Endstufe an, wird deutlich, wie weit sich der Klang allein durch das Umschalten der Poweramps manipulieren lässt.

Es folgt die OD1-Position des Voice-Schalters. Auch hier gibt es alle Endstufen-Varianten.

Hier liefert der Silverline-Amp ein ordentliches Brett, das Liebhabern härterer Musikgenres das Herz höher schlagen lassen sollte. in Verbindung mit den Humbuckern der Les Paul kommt ein fetter, breiter Overdrive zustande, der auch sehr gut zum Solieren geeignet ist.
Auch hier greifen die unterschiedlichen Endstufen deutlich ins Klanggeschehen ein.

Bevor es mit den Effekten weitergeht, spiele ich die OD2-Einstellung mit der Les Paul an.

Ein etwas moderneres Klangbild als beim OD1 tritt zutage, das schon mit allen Reglern in der Mittelstellung in der Lage ist, fette Leadsounds zu erzeugen.

So zeigt sich der Verstärker klanglich ausgesprochen breit aufgestellt und sollte für die meisten Anwendungen, sei es live wie auch im Studio, den passenden Sound liefern.

FX

Für die folgenden Beispiele habe ich den Clean Warm-Kanal aktiviert und spiele mit meiner Tele die jeweiligen Effekte jeder Effektgruppe an.

Auch die Effektsektion des Verstärkers mit den gängigsten Effekten gefällt mir gut.

Wie der Emulated Output des Topteils klingt, zeigt das nächste Beispiel. Zunächst ist der Amp über den Speaker Output zu hören.

Im Vergleich zum Speaker Out zeigt sich der Emulated Out in den Mitten deutlich präsenter. Der frequenzkorrigierte Ausgang ermöglicht ein natürliches Spielgefühl.

Für die folgenden Beispiele habe ich den Combo zum Vergleich mit einem SM57 abgenommen und spiele den Clean Warm-Kanal mit der Tele und zwei unterschiedlichen Röhrenendstufen. Abschließend schalte ich in den Super Crunch und schultere meine Les Paul. Natürlich habe ich alle Audiofiles nicht weiter im Klang verändert.

Der Combo erzeugt mit seinen 50 Watt genügend Lautstärke, um sich im Bandgefüge durchzusetzen. Heraus kommt ein natürlicher, authentischer Ampsound, der mich überzeugen kann.

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