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Test
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11.04.2018

Beyerdynamic Aventho wireless Test

Bluetooth-Kopfhörer mit Hörtestfunktion

Per App zum persönlichen Soundprofil

Der Beyerdynamic Aventho wireless ist ein mobiler On-Ear-Kopfhörer, der sich mit oder ohne Kabel betreiben lässt. Davon gibt es mittlerweile sehr viele auf dem Markt, doch keiner davon kommt mit integrierter Hörtestfunktion. Per Smartphone-App wird der Bluetooth-Kopfhörer auf das persönliche Hörempfinden angepasst. Eine Überwachung der täglichen Musikspieldauer und die Bedienung per Touchsteuerung zählen ebenso zum Funktionsumfang. Alles nur Spielerei oder doch ein Must-have? Dieser Testbericht klärt darüber auf.

Details

Bauweise

Beim Beyerdynamic Aventho wireless handelt es sich um einen dynamischen, ohraufliegenden Kopfhörer in geschlossener Bauweise. Dank des verbauten Bluetooth-Receivers lässt sich der On-Ear kabellos verwenden. Alternativ legt der Hersteller noch ein Klinkenkabel bei. Das Gewicht ohne Kabel beträgt 238 Gramm - damit spielt er in der oberen Gewichtsklasse mobiler Kopfhörer. Ein Faltmechanismus, um den On-Ear auf Reisen zu verkleinern, ist leider nicht vorhanden, dafür lassen sich die Ohrkapseln DJ-freundlich nach innen und außen eindrehen. Die verbauten Schallwandler basieren auf Beyerdynamics Tesla-Technologie, die mittlerweile in allen Premium-Kopfhörern des Herstellers Verwendung finden. Dabei soll ein extrem starkes Magnetfeld für einen hohen Wirkungsgrad, klangliche Transparenz und ausreichend Pegelleistung sorgen. Bei den Spitzenmodellen Beyerdynamic T 90 und Beyerdynamic T 1 geht die Rechnung auf.

Verarbeitung

Die Verarbeitungsqualität des in Deutschland gefertigten Kopfhörers ist tadellos und die Haptik wirkt robust. Das drahtige Design tanzt etwas aus der Reihe der übrigen Mitglieder aus der Tesla-Familie heraus und wirkt im Vergleich mehr eleganter. Die Mechanik der gerasterten Kopfbandeinstellung und die Aufhängung der Ohrmuscheln sind filigraner als bei den größeren Modellen und vermitteln dennoch einen langlebigen Eindruck. Einzig die freiliegenden Kabel zu den Ohrmuscheln wirken auf mich etwas irritierend. Bleibe ich damit früher oder später vielleicht irgendwo hängen? Während der Testphase ist mir das zum Glück nicht passiert.

Zubehör

Der Beyerdynamic Aventho wireless kommt in einem einfachen Pappkarton ohne innenliegende Polsterung daher. Der Kopfhörer selbst befindet sich in einem großen, verschließbaren Stoffbeutel, der den Aventho wireless vor einfach sStößen schützen sollte. In einem innenliegenden Fach befindet sich das weitere Kabelzubehör mit einem 1,2-m-Klinkenkabel mit beidseitigen 3,5-mm-Steckern sowie einem USB-C-Ladekabel, um den im Kopfhörer verbauten Akku zu betanken. Auf einen zusätzlichen Adapter auf 6,3-mm-Klinke verzichtet der Hersteller. Aber mal ehrlich: Braucht man diesen bei einem Bluetooth-Kopfhörer unbedingt?

Technik

Der Beyerdynamic-Kopfhörer verfügt über den aktuellen Bluetooth-Standard 4.2 und unterstützt die Audio-Codecs Qualcomm aptX und aptX HD, Advanced Audio Coding (AAC) und den Low Complexity Subband Codec (SBC). Damit sind die wichtigsten Audiokompressionsverfahren mit an Bord. AptX HD beinhaltet eine Signalübertragung von 24 Bit und 48 kHz, was vom Codec-Anbieter als "better than CD" betitelt wird. Voraussetzung für diese Art der Wiedergabe ist allerdings ein Abspielgerät, das den Codec unterstützt. Die Liste kompatibler Smartphones ist zur Zeit der Erstellung des Testberichtes noch sehr übersichtlich. Ein Blick auf die weiteren technischen Daten bescheinigt dem Aventho wireless einen weiten Frequenzumfang von 10 Hz bis 40 kHz und einen Kennschalldruckpegel bei Verwendung mit Kabel von 105 dB(SPL). Der Impedanzwert von 32 Ohm ist perfekt auf die Anforderungen von Mobilgeräten wie Smartphones, Tablets und On-Board-Computersoundkarten abgestimmt - dabei liefert der Kopfhörer einen ausreichend kräftigen Pegel. Für Telefonate ist in der linken Hörerschale ein Mikrofon eingebaut, das durchaus eine vernünftige Sprachqualität liefert. Die Akkulaufzeit von ca.etwa 30 Stunden ist fast ungeschlagen. Praktisch: Eine Sprachansage informiert über den aktuellen Akkustand. Zwei Stunden benötigt ein kompletter Ladezyklus.

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