Test
8
12.08.2015

Praxis

Dank meiner Vorbereitung bin ich beim Gig mit dem XR18 schnell am Start. Für das Jazz-Quartett habe ich vier Drum-Kanäle (BD, Snare, Overheads), zwei Mal Kontrabass (Clip-Mikrofon und zusätzlicher Kontakt-Pickup über den DI-Ausgang des Verstärkers), zwei DI-Kanäle vom Digitalpiano, ein drahtloses Clip-Mikro nebst Empfänger für das Saxofon und ein Mikrofon für Ansagen eingeplant und auf dem iPad eine entsprechende Szene programmiert. Alle Kanäle sind beschriftet, die Low Cut-Filter gesetzt und die Kompressoren mit hochgedrehten Thresholds eingeschaltet. So muss ich nur die PA aufbauen (zwei aktive Subbässe plus Topteile auf Distanzstangen), drei aktive Monitore platzieren, alles verkabeln – und schon kann es losgehen.

Vorsichtshalber habe ich den XR18 auf der kleinen Bühne seitlich erhöht aufgestellt, um zur WLAN-Antenne direkte Sichtverbindung zu haben. Besonders auf hohen Frequenzen im Gigahertz-Bereich ist dies bekanntermaßen die beste Garantie für eine stabile Funkverbindung. Und sollte es mit dem integrierten WLAN wider Erwarten Probleme geben, wartet im Gepäck ein externer, seit Jahren bewährter Router auf seinen Einsatz. Doch diese Sorge ist unbegründet, denn der XR18 funktioniert tadellos. Die Instrumente einzupegeln und inklusive einiger leichter EQ-Korrekturen erst auf die Monitore und dann die PA zu schicken ist eine Sache von wenigen Minuten, woran auch die routinierten Musiker beträchtlichen Anteil haben. Spätestens ab diesem Zeitpunkt verschwende ich an das zur Sicherheit mitgebrachte Ersatzpult keinen Gedanken mehr.

Das Konzert geht reibungslos über die Bühne. Ich sitze mit dem iPad im Publikum, optimiere ein wenig den Sound und finde mich immer besser in den Menüs der Software zurecht. Später entdecke ich noch ein kleines Manko: Schaltet man den XR18 aus, verursacht das auf allen Ausgängen ein deutlich hörbares Knacken. Also bitte vorher immer PA und Monitore herunterdrehen.

2 / 3
.

Verwandte Artikel

User Kommentare